BVB-Spieler Shinji Kagawa
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BVB-Aktie auf Talfahrt Champions-League-Aus belastet Borussia Dortmund

Stand: 22.11.2017, 11:50 Uhr

Der erneut trostlose Auftritt des BVB bei der 1:2-Heimpleite gegen Tottenham Hotspur und das frühe Aus in der Champions League vertrieb die Fans zu Tausenden schon vor Spielende aus dem Stadion. Auch an der Börse ist die Enttäuschung groß.

Zum wiederholten Mal in den vergangenen Wochen bot die Mannschaft von Borussia Dortmund ein Bild des Jammers. Wackelte der Trainer-Stuhl von Peter Bosz schon vor dem Spiel gegen Tottenham, so ist er jetzt angesägt. Vereinsführung und Fans geben ihm jedoch wohl eine letzte Gnadenfrist: Am Samstag steht das Revier-Derby gegen Schalke 04 an. Ein Sieg gegen den ungeliebten Erzrivalen aus Gelsenkirchen muss unbedingt her. Kommt die Mannschaft dieser Aufforderung nicht nach, dürfte die bisher noch moderate Stimmung kippen - vor allem zu Lasten von Bosz.

Hoffnung nach Kaufempfehlung wieder futsch

An der Börse ist die Stimmung bereits gekippt. Seit dem 16-Jahres-Rekord der BVB-Aktie bei 8,36 Euro Anfang Oktober befindet sich der SDAX-Wert auf Talfahrt. Bei 6,32 Euro wurde kürzlich der tiefste Stand seit August markiert – seit dem Hoch ein Minus von 24 Prozent. Eine Kaufempfehlung vom Bankhaus Lampe (Kursziel 9,40 Euro!) am Dienstag vor dem Spiel gegen Tottenham sorgte zwar kurz für steigende Kurse. Laut Management wolle man die Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg in den kommenden Jahren verringern. Doch nach der Niederlage rutscht der Kurs nun wieder um rund zwei Prozent ab.

Auch charttechnisch ist der BVB angeschlagen. Ein seit Mitte 2016 intakter Aufwärtstrend wurde kürzlich nach unten verlassen. In den kommenden Wochen muss die Unterstützung bei 5,90 Euro halten, sonst droht die Aktie noch weiter abzurutschen.

Sieg gegen Schalke muss her

Peter Bosz

NICHT MEHR VERWENDEN! Peter Bosz. | Bildquelle: picture alliance / empics

Nach den vergangenen Wochen mit nur einem Sieg aus neun Spielen muss Borussia Dortmund vor allem spielerisch punkten. Inständig hofft der Trainer, dass die Talfahrt seines Teams am kommenden Samstag zu Ende geht und er sich weniger Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen muss. Auf die Frage, ob seine verunsicherte Mannschaft nun die Hilfe eines Psychologen benötige, antwortete er kühl: "Das Derby ist das Beste, was uns passieren kann. Alle wissen, wie wichtig es ist – auch für unsere Fans. Ich glaube, dass der Trainer keinen Psychologen braucht, sondern nur das Spiel."

mmr