James Bond-Darsteller Sean Connery mit Aston Martin DB5, Baujahr 1965

Für über sechs Millionen Dollar Bonds legendärer Aston Martin versteigert

Stand: 16.08.2019, 10:59 Uhr

Wer hätte nicht gerne den Sportwagen von James Bond? Der seltene Aston Martin DB5 Baujahr 1965 ist bei einer Auktion im kalifornischen Monterey für über sechs Millionen Dollar versteigert worden - und mit ihm ein Stück Filmgeschichte.

Den werden wohl alle 007-Fans in Erinnerung haben: Der silbergraue Aston Martin Sportwagen war ein Traumauto der 60er Jahre und wurde durch rasante Fahrten in den Bond-Filmen "Goldfinger" und "Feuerball" weltberühmt.

Aston Martin DB5, Baujahr 1965

Aston Martin DB5, 1965. | Bildquelle: imago images / Sebastian Geisler

Das britische Auto gilt als bekanntestes unter den Bond-Fahrzeugen. Und es ist ein Dienstwagen der besonderen Art: Über 13 Agenten-Extras kann sich der neue Besitzer freuen, darunter austauschbare Nummernschilder, ein kugelsicheres Schutzschild auf dem Autoheck und versteckte Maschinengewehre.

Insgesamt hatte der britische Luxusautohersteller Aston Martin vier Fahrzeuge mit Sonderausstattung für die beiden James Bond-Filme mit Sean Connery in der Hauptrolle zur Verfügung gestellt. Weltweit sind nur noch drei dieser Spezialanfertigungen bekannt, die im Film nach den Anleitungen des Geheimdienstbastlers Q ausgedacht wurden. Daher ließ sich der Käufer die Versteigerung auch einiges kosten.

Preis geht durch die Decke

6,385 Millionen Dollar (5,75 Millionen Euro) gingen bei der Auktion im kalifornischen Monterey über die Theke. In wenigen Minuten schnellte der Preis rasant in die Höhe. Das Auktionshaus RM Sotheby's hatte den Wert des seltenen Sportwagens zuvor auf vier bis sechs Millionen Dollar geschätzt und vom "berühmtesten Auto der Welt" gesprochen.

Über den neuen Besitzer wurde zunächst nichts bekannt. Bisher hatte das Versteigerungsobjekt nur drei Privatbesitzer, darunter ein US-Automuseum, in dem der Luxusschlitten 35 Jahre ausgestellt wurde.

Aston Martin in den roten Zahlen

Im Kino ist die Welt für Aston Martin tatsächlich noch in Ordnung: Auch im nächsten 007-Film wird James Bond mit einem Aston Martin durch die Gegend heizen. In der realen Welt aber läuft's schlecht für den Konzern. Die britische Kult-Automarke bekommt zunehmend die weltweite Konjunkturflaute zu spüren. Der Umsatz sank im ersten Halbjahr um vier Prozent auf 407 Millionen Pfund.

Vor knapp einem Jahr ging Aston Martin an die Börse. Doch der Gang aufs Parkett geriet zur Schlitterpartie. Seit dem Börsengang ist der Aktienkurs an der Londoner Börse um über 75 Prozent eingebrochen. Um seine Supersportwagen absetzen zu können, musste Aston Martin die Preise senken. Hinzu kamen höhere Ausgaben, die die Briten schultern mussten. Das drückte den 106 Jahre alten Autobauer in die roten Zahlen.

tb