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Nächste Überraschung Boeing: Topmanager nimmt Reißaus

Stand: 23.10.2019, 07:53 Uhr

Heute wird der Flugzeugriese Boeing seine Quartalszahlen bekannt geben. Im Vorfeld gibt es gleich zwei Nachrichten, die aufhorchen lassen - und zwar nicht unbedingt positiv.

Kevin McAllister

Kevin McAllister. | Bildquelle: picture alliance / AP Images

So wird der Chef von Boeings Verkehrsflugzeugsparte, Kevin McAllister, nach dem Flugverbot für das wichtige Modell 737 MAX den Konzern verlassen. Nachfolger wird Stan Deal, der 1986 zu dem Flugzeugbauer gekommen war und zuvor den für Kundendienstleistungen zuständigen Geschäftsbereich Global Services leitete. "Wir sind Kevin dankbar für seinen engagierten und unermüdlichen Einsatz", erklärte Vorstandschef Dennis Muilenburg.

Außerdem hat die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) den Ausblick für die Kreditnote von Boeing von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Die Experten begründeten die Entscheidung in einer Mitteilung vom Dienstag mit den jüngsten Berichten, wonach Boeing die US-Flugaufsicht FAA bei der Zulassung des nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegten Krisenjets 737 MAX getäuscht haben könnte. Dadurch könnte sich eine Wiederzulassung noch weiter verzögern. Zudem könnten Boeings Ruf, Wettbewerbsposition, Profitabilität und Finanzstärke weiter leiden.

Quartalszahlen enttäuschen

Das anhaltende Flugverbot für die 737 MAX dem Flugzeugbauer auch im dritten Quartal einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Unter dem Strich verdiente der Airbus-Rivale mit knapp 1,2 Milliarden Dollar nur knapp halb so viel wie ein Jahr zuvor.

Die Boeing-Aktie hatte zuletzt über 40 Dollar an Wert eingebüßt. Vom Jahrestief bei 292,47 Dollar ist sie aber noch ein gutes Stück entfernt.

ME/dpa

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