Flugzeugbau bei Boeing

Brummendes Rüstungsgeschäft Boeing im Steilflug

Stand: 24.10.2018, 14:45 Uhr

Große Aufträge für Militärmaschinen beflügeln den US-Flugzeugbauer Boeing. Der Airbus-Rivale verdiente im abgelaufenen Quartal fast ein Drittel mehr – und hob erneut seine Prognose für das Gesamtjahr an. Die Anleger sind begeistert.

Die Boeing-Aktie hebt vorbörslich um über vier Prozent ab. Auf Ein-Jahres-Sicht hat der Dow-Titel gut 32 Prozent gewonnen. An der Frankfurter Börse lag das Plus gar bei fast 50 Prozent.

Jahresprognose erhöht

Der weltgrößte Flugzeugbauer blickt nach einem starken dritten Quartal noch optimistischer in die Zukunft. Im Gesamtjahr visiert Boeing einen Umsatz von 98 bis 100 Milliarden Dollar an. Das ist eine Milliarde mehr als bisher geplant. Der Gewinn je Aktie dürfte auf 16,90 bis 17,10 US-Dollar klettern - 50 Cent mehr als bisher gedacht.

Im Sommerquartal steigerte der Airbus-Rivale den Gewinn um 31 Prozent  auf 2,4 Milliarden Dollar und übertraf die Analysten-Erwartungen. Der Umsatz erhöhte sich um knapp vier Prozent auf 25,1 Milliarden Dollar. Experten hatten mit einem leichten Umsatz-Rückgang gerechnet.

Militärflugzeuge stark gefragt

Größter Wachstumstreiber war das Geschäft mit Militärflugzeugen. Auch das Geschäft mit Passagiermaschinen lief besser. Der Konzern hatte zuletzt von der US-Luftwaffe einen Milliardenauftrag für Trainingsmaschinen erhalten und setzte sich damit gegen Lockheed Martin durch.

Ohne die Probleme beim neuen Tankflugzeug für das US-Militär wäre das Ergebnis noch besser ausgefallen. Für das Tankflugzeug KC-46 musste Boeing erneut höhere Kosten verbuchen. Das mehr als drei Milliarden Dollar schwere Projekt für das US-Militär leidet unter Verzögerungen und veränderten Anforderungen an die Maschine auf Basis der Boeing 767.

nb