BMW Concept iX3

Umsatzrendite im Autogeschäft steigt BMW zieht an Mercedes und Audi vorbei

Stand: 04.05.2018, 08:49 Uhr

Dem BMW-Konzern weht der Wind stärker ins Gesicht. Das aufkommende Elektroautozeitalter und die Unbilden des Devisenmarktes belasten das Geschäft der Münchener. Doch es gibt auch Lichtblicke.

Das Ergebnis vor Steuern sank zum Jahresauftakt um 0,5 Prozent auf 3,165 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt für den Konzern mit einem Vorsteuergewinn von 2,849 Milliarden Euro gerechnet. Trotz der um drei Prozent gestiegenen Auslieferungen im ersten Quartal ging der Umsatz im Jahresvergleich um 5,1 Prozent auf 22,7 Milliarden Euro zurück. Hier machte sich der starke Euro bemerkbar, durch den Umsätze zum Beispiel in US-Dollar weniger wert waren. Bereinigt um Währungsveränderungen hätte der Umsatz auf Vorjahresniveau gelegen.

Außerdem trugen hohe Kosten und Vorleistungen für Forschung und Entwicklung trugen dazu bei. Insgesamt erhöhten sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 1,19 auf 1,29 Milliarden Euro. So entwickelt BMW die Technik für die Stromspeicher für Elektroautos und die Elektromotoren im Gegensatz zu manch anderem Hersteller selbst.

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BMW i8 Roadster

BMW i8 Roadster

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Besser als die Konkurrenz

Die von Anlegern viel beachtete Umsatzrendite im Kerngeschäft Autobau legte trotz der hohen Vorleistungen für neue Modelle und Elektroantriebe um 0,3 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent zu. Damit lagen die Münchner vor Konkurrent Mercedes-Benz mit 9,0 Prozent und Audi mit 8,5 Prozent. Unter dem Strich blieb im Konzern mit 2,3 Milliarden Euro 1,2 Prozent mehr Gewinn hängen, auch weil weniger Steuern anfielen.

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"Wir wollen 2018 bei den Auslieferungen und dem Umsatz im Segment Automobile leichte Zuwächse auf jeweils neue Bestmarken erreichen", erklärte Vorstandschef Harald Krüger. Für das Gesamtjahr peilt BMW weiter eine Marge in der Autosparte zwischen acht und zehn Prozent an. "Zudem streben wir beim Konzernergebnis vor Steuern mindestens das Vorjahresniveau an", bekräftigte Krüger die Prognose. Dabei sieht er Luft nach oben: Wenn die Kartellbehörden die geplante Fusion der Carsharing-Geschäfte von BMW und Daimler freigeben, könnte der Vorsteuergewinn leicht steigen.

ME