BMW Shenyang

Nach Zwangspause BMW: Gute Nachrichten aus China

Stand: 12.02.2020, 13:24 Uhr

Der Autobauer BMW will die Produktion in seinen drei Werken in der chinesischen Millionenstadt Shenyang wieder anlaufen lassen.

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Nach "jetzigem Stand" sei das für den kommenden Montag (17. Februar) geplant, sagte Konzernchef Oliver Zipse am Mittwoch auf einem Branchenkongress in Bochum. BMW hatte angesichts der Ausbreitung des Coronavirus die Neujahrsferien verlängert.

Die chinesische Millionenstadt Shenyang ist der weltweit größte Produktionsstandort des Autobauers: Rund 18.000 Mitarbeiter fertigen dort jährlich eine halbe Million Autos sowie Motoren.

Weltweite Lieferkette nicht betroffen

Wie lange das Hochfahren der Produktion dauern werde, sei noch nicht abzusehen, sagte Zipse. Es sei auch noch nicht abzuschätzen, welche Folgen der Produktionsstopp habe.

Der Stillstand habe aber keine Auswirkungen auf die weltweiten Lieferströme bei BMW. "Wir rechnen momentan nicht damit, dass andere Werke außerhalb von China davon maßgeblich betroffen sind", sagte Zipse.

BMW Shenyang

BMW-Werk in Shenyang. | Bildquelle: picture alliance / Xinhua

Die CO2-Ziele der EU im Nacken

Auf dem Branchenkongress in Bochum äußerte sich der BMW-Chef auch zu den Perspektiven der Elektromobilität. Zipse hält eine Verzehnfachung des Absatzes von Elektroautos für nötig, um die CO2-Ziele der EU in den nächsten Jahren zu erfüllen.

BMW selbst nimmt sich 2020 die Senkung des CO2-Ausstoßes seiner Neuwagenflotte in Europa um rund ein Fünftel vor. "Wir werden unsere Ziele erreichen", sagte der seit August amtierende Vorstandschef des Dax-Konzerns.

Alle Autobauer investieren derzeit große Summen in klimafreundlichere Antriebe, um die schärferen CO2-Ziele der EU zu erfüllen. Sonst drohen ihnen hohe Strafen.

ag