BMW X5 M
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Diesel-Verkäufe sinken BMW verkauft viele große Autos

Stand: 03.08.2017, 10:10 Uhr

Beim Münchner Autokonzern verkaufen sich derzeit Fahrzeuge wie der 7er oder auch SUVs besonders gut. Das hilft den Ergebnissen kräftig auf die Sprünge.

Von April bis Juni konnte BMW seinen Umsatz um drei Prozent auf 25,8 Milliarden, den Vorsteuergewinn um neun Prozent auf 3,05 Milliarden Euro und den Gewinn um 14 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro verbessern. Beim Vorsteuergewinn hatten Analysten nur mit gut 2,9 Milliarden Euro gerechnet.

In der größten und wichtigsten Sparte, dem Autogeschäft, steigerte BMW das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um fast drei Prozent auf 2,24 Milliarden Euro. Vom Ergebnis blieb zudem mehr hängen: Die Rendite (Ebit-Marge) kletterte auf 9,7 Prozent. Damit lag BMW hinter Mercedes-Benz mit 10,2 Prozent aber vor Audi mit 9,1 Prozent Marge im zweiten Quartal.

Prognose bestätigt

BMW 7er

BMW 7er. | Bildquelle: Unternehmen

Im Gesamtjahr will BMW im Autogeschäft auch weiterhin eine Marge von acht bis zehn Prozent einfahren. "Nach dem ersten Halbjahr blicken wir mit Zuversicht auf diese Ziele und starten vorsichtig optimistisch in das zweite Halbjahr", erklärte BMW-Chef Harald Krüger. Allerdings kämen die größte Modelloffensive der Firmengeschichte und Zukunftsprojekte wie Elektromobilität und autonomes Fahren teuer. Um die hohen Ausgaben stemmen zu können, bleibe ein nachhaltig profitables Kerngeschäft zentral.

Die im Dax notierten BMW-Stammaktien reagierten positiv auf das Zahlenwerk und setzten sich an Spitze im deutschen Bluechip-Index. Zeitweise wurden 80,08 Euro je Papier bezahlt und damit 1,5 Prozent mehr als am Vortag. Die Papiere hatten in den vergangenen Wochen und Monaten unter der insgesamt schwachen Branchenstimmung wegen der Diesel-Probleme gelitten.

Obwohl BMW im Branchenvergleich beim Thema Diesel nach bisherigem Kenntnisstand fast schon die Position eines Musterknaben innehat, sanken auch bei den Münchenern die Verkaufszahlen. In Deutschland ging der Diesel-Anteil zur Jahresmitte auf 60,8 Prozent zurück, vor Jahresfrist waren es 65,8 Prozent. Weltweit verringerte sich der Anteil auf 35,6 von 37,9 Prozent.

ME