Logo auf der Fassade der BMW-Zentrale in München
Audio

Jetzt übernimmt Zipse Gewinneinbruch bei BMW

Stand: 01.08.2019, 09:30 Uhr

Der Autobauer BMW vermeldet bei Ergebnis und Gewinn scharfe Rückschritte. Die Jahresziele sind nach Ansicht des Managements allerdings nicht gefährdet, der scheidende Vorstandschef Krüger verbreitet optimistische Botschaften.

Man liege auf Kurs, neue Produkte würden die Kunden begeistern, neue Technologien würden konsequent vorangetrieben, BMW liefere wie versprochen, lässt sich Harald Krüger zitieren, der zum letzten Mal die Quartalszahlen präsentierte. Ab Mitte August übernimmt der bisherige Produktionsvorstand Oliver Zipse die Verantwortung in München.

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
67,41
Differenz relativ
-0,74%

Zumindest die Gewinnkennziffern bieten ein schwaches Bild: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sackte im zweiten Quartal um ein Fünftel auf 2,2 Milliarden Euro ab. Im Kerngeschäft mit Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce brach das Ergebnis sogar um 23,4 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro ein.

Hohe Forschungs- und Entwicklungskosten

Unter dem Strich fiel der Gewinn mit 1,48 Milliarden Euro 28,7 Prozent schmaler aus. Unter anderem die hohen Kosten für die Einführung der Elektroantriebe belasten: Die Kosten für Forschung und Entwicklung legten im zweiten Quartal um 6 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. Die Investitionen in die Werke stiegen sogar um 39 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. BMW rüstet die Bänder für den parallelen Bau von Verbrenner-, Elektro- und Hybridautos um.

"Der hohe Anteil an elektrifizierten Fahrzeugen trägt zudem zu höheren Herstellkosten bei. Ungünstige Wechselkurseffekte und höhere Rohstoffpreise wirkten zwischen April und Juni ebenfalls dämpfend auf das Ergebnis", erklärte der Autobauer. BMW musste in diesem Jahr schon vor niedrigeren Gewinnen warnen als zuvor prognostiziert.

Und jetzt kommt Zipse

Der Konzernumsatz zog immerhin um knapp drei Prozent auf 25,7 Milliarden Euro an. BMW lieferte im ersten Halbjahr 1,08 Millionen Automobile aus, ein Plus von 1,6 Prozent.

Krügers Nachfolger Oliver Zipse wird nun das Sparprogramm umsetzen, mit dem bis Ende 2022 insgesamt 12 Milliarden Euro eingespielt werden sollen. Die Entwicklung neuer Modelle soll schneller werden, fast die Hälfte der heutigen Antriebsvarianten dürfte entfallen. Die Mitarbeiterzahl soll nicht wachsen.

Oliver Zipse, BMW

Oliver Zipse, BMW. | Bildquelle: picture alliance/Tobias Hase/dpa

Die Aktie gehört mit einem Plus von rund einem Prozent zu den stärksten Titeln im Dax. In einer ersten Reaktion schrieb die US-Bank JP Morgan, das zweite Quartal des Autobauers sei erwartungsgemäß verlaufen. Investoren warteten nun auf baldige erste Aussagen des neuen Konzernchefs Oliver Zipse - offenbar sind sie guter Hoffnung, dass Zipse die Probleme in den Griff kriegt.

ts

1/10

Die schöne neue E-Welt von BMW Sssssss

BMW Vision M next

Vision M Next
Fans fordern ihn schon lange: einen echten Sportwagen von BMW. Hat die Nörgelei jetzt ein Ende? So stellt sich BMW jedenfalls den Sportwagen der Zukunft vor: Eine bullige Front und ein steiler Heckabschluss mit Reminiszenzen an den legendären BMW Turbo von 1972 – das ist die Plugin-Hybrid-Studie M Next.