BMW Vision M next

Keineswegs halbherzig So sieht BMWs (halbe) Elektro-Offensive aus

Stand: 25.06.2019, 11:42 Uhr

Der Autobauer BMW verschärft das Tempo bei der Markteinführung seiner neuen Elektromodelle. Dabei spielen - dank eines technischen Tricks - auch halbelektrische Plugin-Hybride künftig eine große Rolle.

Bereits 2023 - zwei Jahre früher als bisher geplant - wollen die Münchner 25 Fahrzeuge mit Elektroantrieb anbieten. Mehr als die Hälfte davon werde rein batteriegetrieben sein, kündigte der Konzern am Dienstag an.

Der Absatz an reinen Stromern und solchen, die neben einem Verbrenner auch einen Elektroantrieb an Bord haben, solle bis 2025 jährlich um mehr als 30 Prozent zulegen, betonte Konzernchef Harald Krüger. "Bis 2021 werden wir den Absatz elektrifizierter Fahrzeuge gegenüber 2019 bereits verdoppeln."

Fünf reine Stromer bis 2021

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr
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Insgesamt fünf vollelektrische Fahrzeuge will BMW in zwei Jahren am Start haben: Neben dem bereits seit 2013 in Leipzig gebauten i3 startet in diesem Jahr in Oxford die Produktion des Mini mit reinem Stromantrieb.

2020 folgt im chinesischen Shenyang der Elektro-SUV iX3. 2021 schließlich kommt der mit Spannung erwartete iNext, der auch hochautomatisiert fahren kann und in Dingolfing vom Band rollen soll, sowie der BMW i4 aus dem Stammwerk in München.

Mit Plugin-Hybriden emissionsfrei durch die Innenstädte

Krüger machte allerdings klar, dass BMW weiter auch auf Plugin-Hybride setzt, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Solche halbelektrischen Autos haben auch noch einen Verbrennungsmotor an Bord, sodass der Fahrer nicht auf Reichweite verzichten muss.

Die Plugin-Hybridautos von BMW sollen ab 2020 serienmäßig mit dem "eDrive Zones" ausgestattet sein. Sollten Städte Umweltzonen für ausschließlich emissionsfreies Fahren einrichten, erkennen die Fahrzeuge dies dank der Geo-Fencing-Technologie und schalten automatisch in den rein elektrischen Antrieb.

BMW setzt auf die Vielfalt der Antriebe

Mit dieser Strategie will BMW das Potenzial für Plugin-Hybride "erheblich" steigern. Bei BMW liegt der Fokus somit nicht nur auf dem reinen batterieelektrischen Antrieb, vielmehr setzt BMW ganz bewusst auf die Vielfalt der Antriebsarten.

Die Münchner gehen damit einen gänzlich anderen Weg als etwa Volkswagen: VW-Chef Herbert Diess versucht schon seit langem, die Branche wie auch die Politik auf den reinen Stromantrieb einzuschwören.

E-Offensive unter Zwang

Die Autohersteller in der EU stehen unter Druck, müssen sie doch ihren Ausstoß des klimaschädlichen Abgases Kohlendioxid (CO2) bis spätestens 2021 deutlich reduzieren, um Strafzahlungen wegen zu hoher Emissionen zu vermeiden.

Um die Emissionsgrenzen einzuhalten, müssen die Autobauer nun deutlich mehr CO2-ärmere Elektroautos in den Markt bringen. Dabei ist ein Markterfolg keineswegs gewiss: Viele potenzielle Kunden schrecken wegen mangelnder Reichweite, hoher Anschaffungskosten und mangelnder Lademöglichkeiten vor dem Kauf eines E-Autos zurück.

ag

1/10

Die schöne neue E-Welt von BMW Sssssss

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Fans fordern ihn schon lange: einen echten Sportwagen von BMW. Hat die Nörgelei jetzt ein Ende? So stellt sich BMW jedenfalls den Sportwagen der Zukunft vor: Eine bullige Front und ein steiler Heckabschluss mit Reminiszenzen an den legendären BMW Turbo von 1972 – das ist die Plugin-Hybrid-Studie M Next.