Elon Musk

Blackrock meutert gegen Tesla-Chef Alle gegen Elon Musk

Stand: 03.09.2018, 10:28 Uhr

Ist Elon Musk noch als Tesla-Chef zu halten? Das fragen sich Investoren wie Blackrock nicht erst seit Musks Zickzack-Kurs in Sachen Börsenrückzug.

Blackrock hat schon im Juni dafür gestimmt, Musks Macht zu beschneiden. Man wollte ihn als Verwaltungsratschef absetzen und durch einen externen Manager ersetzen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und verweist auf Unterlagen, die bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht worden sind.

Konkret wurde auf der Blackrock-Aktionärsversammlung im Juni gefordert, dass bei börsennotierten Firmen, an denen Blackrock Anteile hält, der Posten von CEO und Verwaltungsratspräsident getrennt wird. Damit soll eine bessere Aufsicht gewährleistet sein. Tesla-Chef Elon Musk, der selbst rund ein Fünftel des E-Auto-Pioniers besitzt, ist nämlich nicht nur der oberste Manager, er besetzt zugleich die Spitze des Verwaltungsrats.

Vorschlag abgelehnt

Der weltgrößte Vermögensverwalter hat einiges Gewicht bei Tesla. Blackrock gehört zu den zehn größten Aktionären von Tesla, hält rund 6,5 Millionen der insgesamt 170 Millionen Tesla-Aktien und damit rund vier Prozent an dem Elektroauto-Bauer.

Der Vorschlag fand allerdings keine Mehrheit. Es ging bei der Blackrock-Abstimmung auch nicht nur um Tesla, sondern auch andere Unternehmen aus dem Silicon Valley wie Facebook oder Alphabet.

Als möglicher Ersatz für Musk wurde unter anderem Topmanagerin Sheryl Sandberg angefragt, die Co-Geschäftsführerin von Facebook neben Mark Zuckerberg den Rücken frei hält. Laut Berichten gab sie Tesla aber einen Korb. 

Der gefallene Elon Musk

Tesla: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 3 Monate
Kurs
329,99
Differenz relativ
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Musk ist ein Visionär, Ingenieur bahnbrechender Elektroautos, Raketen und Solarfabriken. Doch durch seine Twitter-Schnellschüsse hat Elon Musk extrem an Glaubwürdigkeit verloren. Erst überraschte er Investoren mit einem Tweet über einen möglichen Börsenrückzug, was die Aktie in die Höhe schnellen ließ. Dann schockierte der Tesla-Chef mit dem Rückzug vom Rückzug: Er musste einräumen, dass das Geld für ein solches Vorhaben nicht beiseite gelegt sei. Somit war der ganze Spuk nach 17 Tagen vorbei. Und die Aktie brach wieder ein. Seither mehren sich die Zweifel an seinen Führungsqualitäten.

bs

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