Technologie

Bang and Olufsen-Filiale in Berlin

Investor aus China vor Übernahme Big Bang bei Bang & Olufsen?

Stand: 22.03.2016, 16:04 Uhr

Der dänische Luxus-Hifi-Hersteller ringt um seine Zukunft. Die könnte durch den Einstieg eines chinesischen Investors gesichert sein. Die Aktie springt schon einmal nach oben.

Um bis zu acht Prozent ging es an der Börse in Kopenhagen aufwärts für den Titel, auch im Frankfurter Handel legten Bang & Olufsen kräftig zu. Der chinesische Konzern Sparkle Group teilte mit, man befinde sich in Übernahmegesprächen mit den Dänen. Bis zu einem Deal müssten aber noch einige offene Fragen ausgeräumt werden.

Verkaufszahlen wieder ankurbeln

Dabei dürfte es um die Aussichten gehen, die Bang & Olufsen mit seinen teuren TV- und Entertainment-Produkten im Luxus-Markt der Zukunft hat. Sparkle Roll ist bereits an Unternehmen beteiligt, die im Auto- und Schmuck- und Uhren-Geschäft tätig sind. Laut Bloomberg, die sich auf einen Verantwortlichen bei dem chinesischen Investor beruft, soll B&O durch die Übernahme die Chance gegeben werden, seine Verkaufszahlen wieder anzukurbeln und das Unternehmen ertragreicher zu machen.

Im Kampf mit den asiatischen Herstellern im TV-Bereich haben die Dänen zuletzt immer größere Probleme beim Verkauf ihrer Edel-Geräte gehabt. Deshalb hat das Unternehmen vor wenigen Tagen eine Auslagerung der Fernseher-Produktion an den koreanischen Hersteller LG eingefädelt.

Vernetzte Lautsprecher statt Stereoanlagen

Auch im Bereich Hifi-Geräte wird sich das Unternehmen wohl neu ausrichten müssen. Immer weniger Nutzer wollen eine Stereo-Anlage bedienen und greifen lieber zu mobilen Geräten wie dem Smartphone. Bang & Olufsen hatte deshalb die Tochter-Gesellschaft B&O Play gegründet, die vernetzte Lautsprecher-Systeme herstellt.

Loewe als abschreckendes Beispiel für Aktionäre

Auch der deutsche Nobel-TV-Hersteller Loewe hat harte Jahres hinter sich. Der Traditionskonzern wurde nach einem Insolvenzantrag vom Finanzinvestor Star Capital übernommen. Da dies allerdings im Rahmen eines Asset Deals geschah, schauten die Besitzer der wertlos gewordenen Loewe-Aktien buchstäblich in die Röhre. Immerhin konnte das Unternehmen vor dem Untergang bewahrt werden. Loewe stellt weiterhin - als deutsches Unternehmen - TV-Geräte her, allerdings mit kleinerer Belegschaft.