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Wo der Staat überall mitmischt Beteiligungen des Bundes

KfW

KfW
An der Kreditanstalt für Wiederaufbau, heute nur noch KfW genannt, hält der Bund 80 Prozent der Anteile. Die restlichen 20 Prozent befinden sich im Besitz der Länder. Die KfW ist eine Förderbank. Ihre Aufgabe besteht in der Realisierung von öffentlichen Aufträgen wie der Förderung von Mittelstand und Existenzgründern. Im September 2008 geriet sie in Kritik, nachdem sie der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers einen Betrag von 320 Millionen Euro überwiesen hatte, obwohl diese einige Stunden vorher Insolvenz angemeldet hatte.

Wo der Staat überall mitmischt Beteiligungen des Bundes

KfW

KfW
An der Kreditanstalt für Wiederaufbau, heute nur noch KfW genannt, hält der Bund 80 Prozent der Anteile. Die restlichen 20 Prozent befinden sich im Besitz der Länder. Die KfW ist eine Förderbank. Ihre Aufgabe besteht in der Realisierung von öffentlichen Aufträgen wie der Förderung von Mittelstand und Existenzgründern. Im September 2008 geriet sie in Kritik, nachdem sie der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers einen Betrag von 320 Millionen Euro überwiesen hatte, obwohl diese einige Stunden vorher Insolvenz angemeldet hatte.

Commerzbank-Logo an einer Hochhausfassade in Frankfurt

Commerzbank
Mit 15,6 Prozent ist der Bund noch an der Commerzbank beteiligt. In der Finanzkrise stieg Berlin damals bei Deutschlands zweitgrößtem privaten Geldinstitut ein. Um ohne Verluste das Engagement zu beenden, müsste die Aktie der Commerzbank auf rund 26 Euro steigen. Davon ist sie weit entfernt. Das Geldhaus wird derzeit am Markt mit 7,4 Milliarden Euro bewertet.

Airbus A220-300

Airbus
Ein glücklicheres Händchen bewies der Bund mit seinem Engagement bei Airbus. Das 2012 erworbene 7,5-prozentige Aktienpaket von Daimler hat sich prächtig entwickelt. Würde der Bund es heute verkaufen, könnte er einen Gewinn von sieben Milliarden Euro einstreichen, hat sich doch der Aktienkurs von Airbus in den letzten acht Jahren nahezu verfünffacht.

Briefträger der Deutschen Post fährt auf einem Zebrastreifen

Deutsche Post
Die Deutsche Post bringt derzeit gut 41 Milliarden Euro auf die Waage. Der Ex-Monopolist schaffte 2018 einen Umsatz von 61,4 Milliarden Euro und damit eine Milliarde Euro mehr als 2017. Der Staat ist mit 20,5 Prozent an der Deutschen Post beteiligt.

Telekom-Zentrale in Bonn

Deutsche Telekom
Zu fast einem Drittel, nämlich zu 31,99 Prozent, gehört die Deutsche Telekom dem Bund. Mit einem Börsenwert von 74,3 Milliarden Euro ist die Telekom das höchst bewertete Unternehmen, an dem der Staat beteiligt ist. Das Paket des Bundes ist damit derzeit knapp 23,78 Milliarden Euro wert.

Güterzüge der Deutschen Bahn

Deutsche Bahn
Die Deutsche Bahn gehört zu 100 Prozent dem deutschen Staat. In diesem Jahr dürfte das Ergebnis (Ebit) auf 1,3 Milliarden Euro sinken. 2019 lag es bei voraussichtlich 1,8 bis 1,9 Milliarden Euro.

Leere Lufthansa-Counter am Münchener Flughafen

Flughafen München
Am Münchner Flughafen ist der Staat mit 26 Prozent beteiligt. Im Jahr 2018 setzte der Flughafen erstmals mehr als 1,5 Milliarden Euro um. Der Gewinn lag bei rund 150 Millionen Euro.

Hypo Real Estate
Die Hypo Real Estate (HRE) gehört zu 100 Prozent dem Staat, nachdem sie in der Finanzkrise vom Bund vor dem Zusammenbruch gerettet werden musste. 2010 mussten ihre zahlreichen, faulen Kredite in der Bilanz in Höhe von 174 Milliarden Euro in eine Bad Bank "FMS Wertmanagement" ausgegliedert werden. Inzwischen ist ein Teil davon verkauft. Dadurch sind dem Steuerzahler Verluste in Höhe von neun Milliarden Euro entstanden. Zwar erwirtschaftet die FMS Wertmanagement gar Gewinne mit der Verwertung der alten HRE-Papiere - aber zu wenig, um die anfänglichen Verluste mit den griechischen Staatsanleihen auszugleichen.