Nivea-Produkte von Beiersdorf
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Umsatzprognose erhöht Beiersdorf traut sich mehr zu

Stand: 07.08.2018, 10:56 Uhr

Mit Nivea, Tesa & Co. lässt sich einiges erreichen: Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf wächst im ersten Halbjahr solide und erhöht auch noch die Umsatzprognose.

Zunächst hatten Gewinnmitnahmen den Dax-Titel belastet, im Laufe des Vormittags konnte sich die Aktie aber ins Plus vorarbeiten. Gestern war die Beiersdorf-Aktie auf 102 Euro gestiegen und hatte damit exakt ihr Rekordhoch aus dem Dezember 2017 erreicht.

„Starke Umsatzdynamik“

Dass die Halbjahreszahlen grundsätzlich positiv zu bewerten sind, darin besteht unter Fachleuten weitgehend Einigkeit: Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz organisch um 7,7 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Durch den starken Euro belief sich das Plus nominal dann aber nur auf 2,8 Prozent. Das operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um 4,3 Prozent auf 585 Millionen Euro. Unter dem Strich legte der Gewinn von 388 Millionen auf 399 Millionen Euro zu.

Die US-Bank JPMorgan bezeichnete das jüngste Zahlenwerk der Hamburger als stark. Die Umsatzdynamik bleibe positiv, schrieb Analyst Andrew Wood von Bernstein Research in einer ersten Reaktion. Aber er hat auch Kritik: Bei der Profitabilität erzielten die Hamburger aber kaum Verbesserungen, so der Experte.

Höhere Rohstoffkosten

Stefan F. Heidenreich, Vorstandsvorsitzender Beiersdorf

Stefan F. Heidenreich. | Bildquelle: Unternehmen

Der Umsatzerfolg hat Folgen für die Prognose. Das Management stellt für 2018 nun ein Umsatzplus von etwa fünf Prozent in Aussicht. Bisher hatte der Dax-Konzern aus Hamburg ein Wachstum von rund vier Prozent erwartet. Die Prognose für die Rendite bekräftigte Beiersdorf. Demnach peilt der Nivea-Hersteller weiter eine um Sondereffekte bereinigte operative Marge in Vorjahreshöhe von 15,4 Prozent an.

Beiersdorf erwartet in den nächsten Monaten steigende Rohstoffkosten. Der scheidende Konzernchef Stefan Heidenreich nannte dies als Grund dafür, warum der Nivea-Hersteller die Prognose für die operative Rendite trotz eines starken ersten Halbjahres nicht angehoben habe. "Wir bleiben vorsichtig und behalten die Füße auf dem Boden", sagte Heidenreich. Man wisse nie, was noch passieren könne.

ts