Antiaging-Produkt

Starkes Wachstum Beiersdorf: Luxus? Läuft!

Stand: 30.10.2018, 08:19 Uhr

Der Dax-Konzern Beiersdorf befindet sich auf einem Luxus-Trip erster Güte. Während sich Nivea-Produkte nur schleppend verkaufen, reißen sich die Kunden um Produkte der Luxusmarke La Prairie.

Die Beiersdorf-Luxusmarke La Prairie verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein stolzes Umsatzplus von 46,7 Prozent. La Prairie, das ist laut Beiersdorf "luxuriöse Hautpflege gegen die Zeichen der Zeit".

Der Konzern forscht seit fast vier Jahrzehnten im Bereich der Anti-Aging-Pflege. Die Produkte sind preistechnisch im Premium-Segment angesiedelt. So zahlen Kunden für "eine Nacht voller Verwöhnmomente" mit der "Skin Caviar Luxe Sleep Mask" mal eben 322 Euro.

Nivea wächst nicht ganz so stark

Da kann die Nivea-Creme nicht mithalten. Weder preistechnisch, noch wachstumstechnisch. Die Beiersdorf-Marke Niveau konnte ihren Umsatz in den ersten neun Monaten lediglich um 2,7 Prozent steigern.

Konzernweit legte Beiersdorf von Januar bis September um 2,3 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro zu. Ohne Währungseinflüsse sowie Zu- und Verkäufe betrug das Plus 6 Prozent. Im ersten Halbjahr war der Konzern aus eigener Kraft noch um 7,7 Prozent gewachsen.

 Nivea Haus in Berlin

Das Nivea-Haus in Berlin. | Quelle: Unternehmen

Prognose bestätigt, Chef zuversichtlich

Für das Gesamtjahr sieht sich Beiersdorf auf Kurs. Am Dienstag bestätigte der Dax-Konzern seine Prognose, wonach der Umsatz im Gesamtjahr aus eigener Kraft um rund fünf Prozent steigen und die operative Marge (Ebit-Marge) auf Vorjahresniveau herauskommen soll.

"Wir haben allen Grund, mit Zuversicht in die Zukunft unseres Unternehmens zu blicken", sagte der scheidende Vorstandschef Stefan Heidenreich laut Mitteilung.

Das wünschen sich Anleger und Analysten

Heidenreich verlässt den Konzern zum Jahresende, ab dem kommenden Jahr übernimmt Stefan De Loecker die Leitung. Für Analysten ist vor allem die Frage spannend, wo De Loecker neue Akzente setzen will.

Ein größerer Zukauf angesichts der prall gefüllten Kassen und eine Änderung der konservativen Ausschüttungspolitik stehen dabei auf den Wunschzetteln der Analysten wie Anleger ganz oben. Die Beiersdorf-Dividende verharrt seit Jahren bei 70 Cent. Die Aktienmehrheit gehört der Vermögensverwaltung der Hamburger Milliardärsfamilie Herz.

ag