Wacker Neuson Bagger

Gewinnprognose erneut gesenkt Bei Wacker Neuson läuft es nicht rund

Stand: 21.01.2020, 10:25 Uhr

Der Baumaschinenhersteller hat am Montagabend vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 vorgelegt und musste seine Gewinnprognose erneut senken. Der SDax-Titel brach daraufhin deutlich ein.

Nach den vorläufigen Zahlen rechnet die Wacker Neuson Group für das Geschäftsjahr 2019 mit einem Anstieg des Umsatzes um rund zwölf Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Das lag unter anderem daran, dass Wacker Neuson in Nordamerika seine Lager räumte und schwer verkäufliche Maschinen zu Vorzugskonditionen am Markt anbot.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einer Ebit-Marge von 8,0 Prozent. Das ist weniger als die bisher prognostizierten 8,3 bis 8,8 Prozent. Die letzte Korrektur der Gewinnprognose fand im Oktober 2019 statt. Noch zuvor hatte Vorstandschef Martin Lehner eine Marge von 9,5 bis 10,2 Prozent in Aussicht gestellt. Unter anderem habe der anhaltend ungünstige Produktmix auf das Ergebnis gedrückt und für die abermals niedrigere Gewinnprognose gesorgt. Auch schwache Geschäfte, vor allem in Nordamerika machten dem Unternehmen zu schaffen.

Kostensenkungen sollen helfen

Um den Negativtrend zu brechen, hat der Konzern Eckpunkte eines "Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsprogramms" beschlossen. Im Vergleich zum abgelaufenen Jahr sollen bis 2021 durch das Programm bis zu 50 Millionen Euro eingespart werden. Lehner bekräftigte das Ziel, bis 2022 den Umsatz auf mehr als zwei Milliarden Euro und die Ebit-Marge auf mehr als elf Prozent zu steigern. Den vollständigen Geschäftsbericht will Wacker Neuson am 16. März vorlegen.

Aktie bricht ein

Anleger des Wacker-Titels zeigten sich enttäuscht. Derzeit büßt der SDax-Titel fast acht Prozent ein. Gegen Mittag soll eine Telefonkonferenz des Unternehmens stattfinden.

ms/dpa-AFX/rtr