Vonovia-Logo vor der Unternehmenszentrale

Neunmonatszahlen Bei Vonovia sprudeln die Mieteinahmen

Stand: 06.12.2018, 07:43 Uhr

Für Vonovia laufen die Geschäfte dank steigender Mieten in den Metropolen und seiner jüngsten Zukäufe weiter gut. Deutschlands größter Immobilienkonzern stellt starke Neunmonatszahlen vor. Der Chef Rolf Buch äußert sich auch zum Streitthema Modernisierungen.

Das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) stieg in den ersten neun Monaten ohne Berücksichtigung der übernommenen österreichischen Buwog um 12,7 Prozent auf 778,2 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 690,5 Millionen gewesen. Für das Gesamtjahr bekräftigte Vonovia-Chef Rolf Buch seine Prognose. Demnach soll das Ergebnis um rund 15 Prozent über dem Wert von 2017 liegen bei 1,05 bis 1,07 Milliarden Euro. 2017 hatte der Konzern, der rund 400.000 Wohnungen in Deutschland, Österreich und Schweden bewirtschaftet, einen FFO von 920,8 Millionen Euro eingefahren.

Es sei geplant, der Hauptversammlung im Mai 2019 eine Dividende in Höhe von 1,44 Euro je Aktie vorzuschlagen, erklärte Buch. Das entspricht im Vergleich zu 2017 einem Plus von 0,12 Euro. 2019 erwartet Vonovia einen FFO, inklusive Buwog in Höhe von 1,14 bis 1,19 Milliarden Euro.

Jetzt wird in Schweden investiert

Zudem plant der Immobilienkonzern, seine Investitionen 2019 noch einmal deutlich zu erhöhen. 2019 sollen 1,3 bis 1,6 Milliarden Euro überwiegend in den Neubau und in die Sanierung von Wohnungen in Schweden fließen.

Während 2018 noch ein Großteil in energetische Modernisierungen wie etwa Dämmung und Austausch alter Fenster von den geplanten Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro geht, streicht Vonovia künftig solche Ausgaben kräftig zusammen. Damit reagiert Vonovia-Chef Rolf Buch auf die massiven Proteste von Mietern nach Modernisierungen wegen der teilweise kräftigen Mieterhöhungen.

Der Vonovia-Vorstandsvorsitzende Rolf Buch

Vonovia-CEO Rolf Buch. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Mieterhöhungen werden begrenzt

"Es nutzt nichts, wenn die Leute das nicht wollen", sagte Buch den Nachrichtenagenturen dpa-AFX und dpa. Zudem seien viele Mieter auch finanziell nicht in der Lage, die mit der energetischen Modernisierung verbundenen Mieterhöhungen zu tragen. Ab sofort sei eine Kürzung der energetischen Investitionen um rund 40 Prozent geplant. Während die Modernisierungsquote bei Vonovia bislang bei rund fünf Prozent des Wohnungsbestands gelegen habe, soll sich dieser Wert nun auf rund drei Prozent reduzieren.

Künftig werde es Buch zufolge durch Sanierungen zudem keine Mietaufschläge von mehr als zwei Euro je Quadratmeter geben, auch wenn dies gesetzlich zulässig ist. Damit wolle man sicherstellen, dass Mieter ihre Wohnungen als Folge der durch die Modernisierung bedingten Mietsteigerungen nicht verlassen müssten. Aktuelle Modernisierungsprojekte, die zu Mieterhöhungen von über zwei Euro pro Quadratmeter führen, werde man sich "genau ansehen".

ts/dpa/rtr