Pfizer-Schriftzug auf einer Viagra-Pille
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Ausblick macht Sorgen Bei Pfizer wackelt die Zukunft

Stand: 29.01.2019, 17:38 Uhr

Ein eher skeptischer Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr belastet die Aktie des US-Pharmagiganten. Im abgelaufenen Quartal hat das Unternehmen die Prognosen der Experten haarscharf erreicht – mehr aber auch nicht.

Die Zeit der großen Umsatzsprünge scheint vorbei. Pfizer rechnet im laufenden Jahr mit einem Umsatz von 52 bis 54 Milliarden Dollar, also nur bestenfalls auf der Höhe des derzeitigen Niveaus. Beim Gewinn je Aktie sieht es offenbar noch trister aus. Er soll auf 2,82 bis 2,92 Dollar schrumpfen.

Schätzungen knapp erreicht

Das vergangene Jahr hatte da noch deutlich dynamischer ausgesehen. Die Erlöse waren noch um zwei Prozent auf 53,65 Milliarden gestiegen. Fast exakt diesen Wert (53,6 Milliarden Dollar) hatten die Experten im Schnitt erwartet. Auch beim Gewinn lieferte Pfizer eine Punktlandung: 3,00 Dollar je Aktie bedeuten eine Steigerung um 13 Prozent – und trafen bis auf den Cent die Konsensschätzung.

Der matte Ausblick bescherte der Aktie aber schon im vorbörslichen Handel ein Minus von rund drei Prozent. Laut dem Unternehmen gibt es für die schwache „guidance“ mehrere Gründe. Zum einen wird ein negativer Währungseinfluss im laufenden Jahr erwartet, der sich im Bereich von einer Milliarde Dollar auf den Umsatz und sechs Cent je Aktie auf das Ergebnis auswirken wird.

Zum anderen hätten gute Kapitalanlageergebnis im vergangenen Jahr positiv auf die Gewinnausbeute gewirkt, die 2019 nicht mehr erwartet werden.

Mehr Umsätze aus der Pipeline?

Auf der Produktseite erwartet das Unternehmen immerhin eine Reihe von Erfolgen aus der aktuellen Produktpipeline, die sich allerdings wohl erst zum Jahresende auswirken werden. Außerdem sollen sich die Umsätze mit Nachahmerprodukten aus der Biopharmazie, den Biosimilars, verbessern.

Die Aktie des Dow-Jones-Mitglieds könnte ein Aufputschmittel gebrauchen. Der Titel hat von seinem Spitzenniveau aus dem vergangenen Sommer bei rund 45 Dollar rund 15 Prozent eingebüßt. Mit dem aktuellen Ausblick ist Besserung an der Kursfront aber erst einmal nicht in Sicht.

AB

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Die Giganten der Pharmabranche Chartserie

<strong>Amgen</strong><br/>Den zehnten Platz belegt das US-Unternehmen Amgen. Der weltweit größte Biotech-Konzern setzte im Jahr 2017 rund 22,85 Milliarden Dollar um. Amgen hatte Ende Oktober nach den Zahlen des dritten Quartals die Umsatzprognose angehoben und rechnet für 2018 mit 23,2 bis 23,5 Milliarden Dollar.<br/><br/>Der weltweit größte Biotechkonzern Amgen hat nach einem überraschend gut verlaufenen dritten Quartal seine Jahresprognose angehoben. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) werde bei 14,00 bis 14,25 US-Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag nach dem Ende des US-Aktienhandels mit. Zuvor hatte Amgen mit 13,30 bis 14,00 gerechnet, Analysten waren bereits von 14,01 Dollar ausgegangen. <br/><br/>Amgen ist einer der ältesten der sogenannten Biotechnologie-Unternehmen in der Pharmabranche. Die Biotechnik beschäftigt sich mit Nutzung von Enzymen, Zellen und ganzen Organismen.<br/><br/>Die Daten basieren auf den Jahreszahlen 2017. Sie beziehen sich auf den Umsatz, der allein mit der Pharmasparte erzielt wurde und sind deshalb besonders aussagekräftig. Ausgerechten wurden sie vom US-Analysehaus Proclinical. Aktuellere Zahlen sind noch nicht vorhanden, weil die Konzerne aktuell erst ihre Quartalszahlen aus dem Schlussquartal 2018 präsentieren. Eine Orientierung an der Marktkapitalisierung oder am Gesamtumsatz ist schon aufgrund einiger Mischkonzerne in diesem Segment weniger aussagekräftig.: Kursverlauf am Börsenplatz Nasdaq für den Zeitraum 1 Jahr

Amgen
Den zehnten Platz belegt das US-Unternehmen Amgen. Der weltweit größte Biotech-Konzern setzte im Jahr 2017 rund 22,85 Milliarden Dollar um. Amgen hatte Ende Oktober nach den Zahlen des dritten Quartals die Umsatzprognose angehoben und rechnet für 2018 mit 23,2 bis 23,5 Milliarden Dollar.

Der weltweit größte Biotechkonzern Amgen hat nach einem überraschend gut verlaufenen dritten Quartal seine Jahresprognose angehoben. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) werde bei 14,00 bis 14,25 US-Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag nach dem Ende des US-Aktienhandels mit. Zuvor hatte Amgen mit 13,30 bis 14,00 gerechnet, Analysten waren bereits von 14,01 Dollar ausgegangen.

Amgen ist einer der ältesten der sogenannten Biotechnologie-Unternehmen in der Pharmabranche. Die Biotechnik beschäftigt sich mit Nutzung von Enzymen, Zellen und ganzen Organismen.

Die Daten basieren auf den Jahreszahlen 2017. Sie beziehen sich auf den Umsatz, der allein mit der Pharmasparte erzielt wurde und sind deshalb besonders aussagekräftig. Ausgerechten wurden sie vom US-Analysehaus Proclinical. Aktuellere Zahlen sind noch nicht vorhanden, weil die Konzerne aktuell erst ihre Quartalszahlen aus dem Schlussquartal 2018 präsentieren. Eine Orientierung an der Marktkapitalisierung oder am Gesamtumsatz ist schon aufgrund einiger Mischkonzerne in diesem Segment weniger aussagekräftig.