Mercedes E-Klasse-Scheinwerfer von Hella
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Starkes Halbjahr Bei Hella läuft's immer besser

Stand: 11.01.2018, 09:10 Uhr

Die Autoindustrie steckt mitten im Umbruch. Die Absatzzahlen steigen trotzdem. Davon profitieren Autozulieferer wie Hella, einer der führenden Hersteller von Lichtsystemen. Die Aktie erklimmt ein neues Rekordhoch.

Im morgendlichen Handel auf Xetra steigen die Papiere im Vergleich zum Vortagesschluss zunächst um 1,6 Prozent auf 56,35 Euro und übertreffen damit das bisherige Rekordhoch vom Dienstag von 55,85 Euro. Damit setzt sich der im vergangenen Jahr begonnene Höhenflug der im MDax notierten Papiere fort.

Das im westfälischen Lippstadt ansässige Unternehmen hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2017/18 seine eigenen Prognosen übertroffen. Der Umsatz zog im Zeitraum von Juni bis November im Vorjahresvergleich um acht Prozent auf 3,45 Milliarden Euro an, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte. Um Wechselkurseffekte und Zu- wie Verkäufe bereinigt wäre der Erlös um 9,3 Prozent gestiegen. Das lag auch an guter Nachfrage nach den Lichtsystemen sowie Spezialprodukten für Land- und Baumaschinen.

Jahresprognose bestätigt

Hella: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Auch das um Sonderkosten bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel besser aus als erwartet. Es kletterte um neun Prozent auf 293 Millionen Euro. Zudem bestätigt Hella seinen positiven Ausblick für das Gesamtjahr. "Wir gehen davon aus, dass wir aufgrund unserer guten strategischen Positionierung im laufenden Geschäftsjahr weiterhin stärker wachsen werden als der Automobilmarkt", wird Vorstandschef Rolf Breidenbach zitiert.

Danach erwartet Hella für das Gesamtjahr 2017/18 (1. Juni bis 31. Mai) gegenüber dem Vorjahr ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum und einen Anstieg des bereinigten Ebit in Höhe von fünf bis zehn Prozent. Die prognostizierte Zielgröße für die bereinigte Ebit-Marge liegt weiterhin bei rund acht Prozent.

Analysten sind begeistert

Die Analysten jubeln: Der Automobilzulieferer habe im vollen Umfang von neuen Produkten und einer größeren Nachfrage nach Licht- und Elektronikkomponenten profitiert, schreibt Jose Asumendi von JPMorgan. Zudem liege die Nettoverschuldung des MDax-Unternehmens unter seiner Schätzung und die freien Barmittel über seiner Prognose. Der Analyst rät deshalb weiter zum Übergewichten der Aktie.

Auch die Experten der Privatbank Warburg sind begeistert. Sie hoben ihren fairen Wert für die Hella-Aktie von 56 auf 60 Euro an.

lg