Gerry-Weber-Store in Oberhausen

Bei Gerry Weber droht der Kahlschlag

Stand: 15.11.2018, 16:15 Uhr

Bei dem in die Bredouille geratenen Modekonzern Gerry Weber wird es Medienberichten zufolge zu einem Abbau etwa jeder siebten Stelle kommen. Das Sparprogramm werde verschärft und nochmals weltweit 900 von 6.500 Jobs gestrichen, berichteten das Bielefelder "Westfalenblatt" und das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf die Mitarbeiterzeitung des Konzerns. Zudem sollen zusätzlich 170 bis 200 Filialen geschlossen werden. Der Traditionskonzern aus Westfalen wollte das nicht kommentieren.

Gerry Weber leidet wie etliche Wettbewerber unter der Online-Konkurrenz und Modeketten wie die Inditex-Töchter Zara und Massimo Dutti, die mit raschen und flexiblen Kollektionen auf Markttrends und Wetterkapriolen reagieren. Die Commerzbank hat derweil ihr Kursziel für die Aktie von 1,56 auf 1,00 Euro gesenkt bei einer unveränderten fundamentalen Einschätzung "Reduce".