Aroundtown Properties-Immobilie
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Rekordgewinn eingefahren Bei Aroundtown klingelt die Kasse

Stand: 28.03.2018, 09:19 Uhr

Der MDax-Aufsteiger führt sich mit prallen Geschäftszahlen ein. Das Immobilienunternehmen ist im vergangenen Jahr durch Zukäufe kräftig gewachsen. Und das gilt auch für die Ergebnisse.

Das Immobilienunternehmen hat 2017 einen Rekordgewinn von 1,5 Milliarden Euro erzielt, der Vorjahreswert hatte bei 0,9 Milliarden Euro gelegen, der Zuwachs lag entsprechend bei mehr als 70 Prozent. Auch die in der Branche wichtige Ergebnisgröße FFO 1 stieg im vergangenen Jahr kräftig auf 293 von 166 Millionen Euro an. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verdiente Aroundtown 429 Millionen Euro.

Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,23 Euro je Anteilsschein erhalten, ein Plus von 44 Prozent gegenüber der Ausschüttung für 2016 und auch mehr als Analysten im Schnitt erwartet hatten.

Verdopplung des Immo-Portfolios

Aroundtown, das auf Gewerbeimmobilien in Ballungsräumen Deutschlands spezialisiert ist, hat durch Zukäufe sein Immobilien-Portfolio massiv ausgeweitet. Laut der Mitteilung des MDax-Unternehmens vom Mittwoch kletterte der Wert des Portfolios bis Ende 2017 auf 9,8 Milliarden Euro, nach rund fünf Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Aroundtown konzentriert sich dabei auf wichtige deutsche Zentren wie Berlin, Frankfurt, Stuttgart oder München.

Das Wachstum soll auch im laufenden Jahr fortgesetzt werden. Aroundtown hatte erst Anfang März rund 600 Millionen Euro über die Ausgabe neuer Aktien per Kapitalerhöhung eingesammelt. Bereits im Oktober hatte eine weitere Kapitalmaßnahme für 450 Millionen Euro an frischen Mitteln gesorgt.

Wachstumsschub erst einmal vorbei?

Entsprechend sind die Aussichten für das laufende Jahr 2018, die Aroundtown für die Ergebnisseite bekanntgab: Das FFO 1 soll auf 369 Millionen wachsen, beim Wert des Immobilienportfolios rechnet man mit 10,2 Milliarden Euro. Den größten Wachstumsschub hat das Unternehmen damit allerdings vorerst einmal hinter sich.

Die Aktie von Aroundtown hatte in den vergangenen Monaten von rund vier auf bis zu 6,70 Euro zugelegt. Im laufenden Börsenjahr hat der Titel zunächst - gemeinsam mit dem Gesamtmarkt - eine Warteschleife eingelegt. Spannend dürfte es werden, wenn Aroundtown, wie viele andere Immobilienkonzerne, Auswirkungen einer bevorstehenden Zinswende spüren. Denn dann werden die Kosten für Kredite, über die sich die Konzerne vielfach finanzieren langsam ebenfalls steigen - mit Auswirkungen auf die Ergebnissituation der Unternehmen.

AB