Alno-Schriftzug am Hauptgebäude des Küchenherstellers Pfullendorf

Kurseinbruch Bei Alno ist der Ofen aus

Stand: 24.11.2017, 13:28 Uhr

Der insolvente Küchenbauer Alno wird seinen Betrieb nun endgültig einstellen. Niemand will in das Unternehmen investieren. Von der Alno-Aktie ist nun wirklich der Lack ab.

Das Papier brach am umsatzstärksten Handelsplatz, der Börse Tradegate, um bis zu 78 Prozent auf 0,027 Euro ein - bei stattlichen Umsätzen von mehr als 20 Millionen Stück. Damit nähert sich die Alno-Aktie ihren inneren Wert von exakt 0,000 Euro an.

Auch der letzte potenzielle Investor habe am Ende kein Kaufangebot abgegeben, teilte das Unternehmen heute am Unternehmenssitz im würtembergischen Pfullendorf mit. Damit sei der Verkaufsprozess, den Insolvenzverwalter Martin Hörmann eingeleitet hatte, ohne Ergebnis beendet. Das verbliebene Eigentum der Firma werde, so weit möglich, in den kommenden Monaten einzeln verkauft.

Nichts bleibt für die Anteilseigner

Für die Aktionäre dürfte damit absehbar nichts übrig bleiben. Selbst wenn ein bis heute Morgen noch denkbarer so genannter Asset Deals zu Stande gekommen wäre, hätten die Alno-Aktionäre nicht mit Erlösen aus den Verkäufen rechnen. Das Geld wäre komplett an die Gläubiger gegangen.

Ende 2016 lag das negative Eigenkapital von Alno bei minus 98 Millionen Euro.

ME