Befesa
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Investment für Rohstoff-Fans Befesa-Aktie zündet etwas später

Stand: 03.11.2017, 19:19 Uhr

Der wohl letzte Börsengang in diesem Jahr hat sich als Erfolg entpuppt: Der deutsch-spanische Metallrecycler Befesa startete mit deutlichen Kursgewinnen aufs Frankfurter Parkett - allerdings mit etwas Ladehemmung.

Denn der erste Börsenkurs lag mit 28 Euro exakt auf dem Niveau des Ausgabepreises. Im weiteren Handelsverlauf kletterte die Aktie aber dann bis auf 32,44 Euro. Zum Xetra-Schluss lag der Kurs bei 31,79 Euro. Das ist ein Plus von knapp zehn Prozent gegenüber dem Ausgabepreis von 28 Euro. Er lag am unteren Ende der Preisspanne, die von 28 bis 38 Euro gereicht hatte.

Eine gewisse Zurückhaltung kann man dem Börsenpublikum nicht verdenken. Denn das komplette Emissionsvolumen fließt allein dem bisherigen Alleineigentümer Triton zu: Der Finanzinvestor reduziert seine Beteiligung auf rund 52 Prozent.

Bei vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option würde sich das gesamte Angebotsvolumen auf 461 Millionen Euro belaufen. Damit ist Befesa nach dem Essens-Lieferdienst Delivery Hero der zweitgrößte Börsengang in Deutschland in diesem Jahr.

Zink und Aluminium im Blick

Befesa recycelt Wertstoffe aus der Stahl- und Aluminiumindustrie. Das Unternehmen nimmt Stahlkonzernen umweltschädlichem Stahlstaub ab, kassiert dafür eine Gebühr und gewinnt bei dessen Aufbereitung Zink. Für die Aluminiumindustrie recycelt Befasa Stalzschlacke. Die gewonnen Metalle verkauft Befesa unter anderem an Rohstoffhändler wie Glencore.

Im vergangenen Jahr setzte Befasa 612 Millionen Euro um erzielte ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 103 Millionen Euro.

Befesa hat Wurzeln in Deutschland. In das spanische Unternehmen war 2006 der ehemals an der Frankfurter Börse gelistete Schrott-Recycler B.U.S Berzelius Umwelt-Service AG aufgegangen.

ME