Werner Baumann (l), Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG, und Hugh Grant, Chairman und Chief Executive Officer von Monsanto

Einen Schritt voran Bayer - zum Glück nicht aus China

Stand: 01.12.2017, 08:35 Uhr

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat eine wichtige Hürde bei der geplanten Übernahme des Glyphosat-Herstellers Monsanto genommen. Dabei hat die Herkunft offenbar eine wichtige Rolle gespielt.

Der Konzern aus Leverkusen hat nach eigenen Angaben bei der geplanten Übernahme von Monsanto voran. Der Ausschuss zur Überprüfung ausländischer Investitionen in den USA unter dem Aspekt möglicher nationaler Sicherheitsbedenken (CFIUS) habe keine Probleme mit dem Milliardengeschäft, teilte Bayer am Freitag in Leverkusen mit. Es geb keine ungelösten nationalen Sicherheitsbedenken bei Bayer.

Aixtron und Biotest kommen nicht durch

Damit hat das Gremium anders entschieden als bei ähnlichen Fällen deutscher Unternehmen. So hatte der ehemalige US-Präsident Barack Obama kurz vor dem Ende seiner Amtszeit den Erwerb des US-Geschäfts von Aixtron durch das chinesische Konsortium Grand Chip Investment (GCI) wegen "Risiken für die nationale Sicherheit" der USA verhindert. Vorausgegangen war eine entsprechende Empfehlung eben der CFIUS. Hintergrund waren offenbar Befürchtungen, dass Aixtron-Produkte auch militärisch genutzt werden könnten.

Ähnlich verlief auch der Fall der geplanten Übernahme der Biotest AG durch die chinesische Investmentgesellschaft Creat. Auch hier intervenierte die CFIUS.

Die mit 66 Milliarden Dollar bewertete Transaktion wollen Bayer und Monsanto Anfang 2018 abschließen. Dieses Ansinnen stößt bei einigen Wettbewerbsbehörden auf Bedenken. Sollte die Übernahme klappen, wäre sie die bisher größte durch einen deutschen Konzern im Ausland.

ME