Geldregen um Bayer-Logo

Aktie im Abschwung Bayer: Vorstände greifen zu

Stand: 10.09.2018, 13:30 Uhr

Vorstände von Bayer kaufen Aktien. Das ist ein beliebtes Mittel, um den Investoren zu zeigen: Wir Bosse vertrauen darauf, dass es bald wieder vorwärts geht. Bei den Anlegern könnte die Botschaft ankommen.

Bayer-Titel gaben zunächst auch zum Wochenstart zeitweise deutlich nach und fielen fast um zwei Prozent bis an die Marke von 72 Euro. Aktuell hat sich der Dax-Titel aber wieder an den Schlusskurs vom Freitag heran gerobbt und notiert bei 73,50 Euro. Zum Wochenende war die Aktie des Chemie- und Pharmakonzerns sogar bis auf 71,66 Euro gefallen - der niedrigste Stand seit Februar 2013.

Händler nennen den enttäuschenden Ausblick vom Mittwoch als Grund für die Zurückhaltung der Anleger. Die Ergebnisprognosen von Bayer lägen unter den Analystenschätzungen, die nun gesenkt werden dürften. Dies werde am Markt gegenwärtig eingepreist, sagte Marktteilnehmer.

Insider kaufen Aktien  

Die weiteren Probleme sind sattsam bekannt: Belastend hinzu kämen die mit dem Herbizid Glyphosat verbundenen rechtlichen und bilanziellen Risiken, die nur schwer abzuschätzen seien. Investoren hielten sich folglich zurück, so die Einschätzung.

Heute wurden schließlich einige Directors-Dealings-Mitteilungen publiziert. Demnach sicherte sich Bayer-Vorstandsmitglied Liam Condon ein Aktienpaket im Wert von 199.852 Euro zum Preis von 72,41 Euro je Aktie. Vorstandsmitglied Hartmut Klusik kaufte Bayer-Aktien im Wert von 145.200 Euro (Durchschnittskurs: 72,60 Euro). Insider glauben also an das Bayer-Potenzial, so die Botschaft.

Für viele Marktbeobachter kommt der Kauf der Bayer-Aktie zum jetzigen Zeitpunkt dennoch einem Griff ins fallende Messer gleich. Binnen weniger Wochen hat der Dax-Titel mehr als ein Fünftel seines Werts verloren.

ts