Nachtaufnahme des Industrieparks der Bayer AG in Leverkusen
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Umsätze schrumpfen Bayer macht Kopfschmerzen

Stand: 03.05.2018, 08:14 Uhr

Alles dreht sich bei Bayer um die Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto. Dabei gerät aus dem Fokus, dass es im Tagesgeschäft nur mäßig läuft. Der starke Euro lässt Umsatz und Gewinn schrumpfen.

Bayer senkt seine Umsatz- und Ergebnisprognose. Nach einem Gewinnrückgang im ersten Quartal rechnet der Pharma- und Agrarchemiekonzern für das Gesamtjahr 2018 mit einem Rückgang von Umsatz und bereinigtem Ebitda im unteren einstelligen Prozentbereich.

Der starke Euro belastet

Bislang war der Dax-Konzern noch von stagnierenden Umsätzen und einem Ergebnis auf Vorjahresniveau ausgegangen. Aber der starke Eurokurs setzt Bayer zu.

Unter Ausklammerung der Währungseffekt hält der Konzern an seinen Prognosen fest. Demnach sollen Umsatz und bereinigtes Ebitda leicht wachsen.

Aber auch so stottert der Motor bei Bayer. Zum Jahresstart gab es Produktionsprobleme in Leverkusen, die Produktionsausfälle belasteten die Gewinnmargen, da in dem Werk sehr profitable Medikamente produziert.

Monsanto bis Ende Juni?

Die endgültige Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto naht derweil. Die Wettbewerbsbehörden haben mittlerweile fast alle unter Auflagen zugestimmt.

Das US-Justizministerium lässt sich aber noch Zeit. Hier gab es jüngst immerhin positive Signale. Bayer will den Deal - nach mehreren Verzögerungen - noch im zweiten Quartal über die Bühne bringen.

Zur Finanzierung des Kaufs ist eine Kapitalerhöhung geplant. Einen Teil des benötigten Geldes hatte sich der Dax-Konzern bereits durch die Ausgabe neuer Aktien an den Singapurer Staatsfonds Temasek geholt, brutto waren es drei Milliarden Euro.

bs