Bayer-Logo und Roundup-Packung, Glyphosat

Bayer scheitert vor US-Gericht im Glyphosat-Verfahren

Stand: 23.10.2020, 16:41 Uhr

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Das höchste Gericht des US-Bundesstaates Kalifornien hat einen Berufungsantrag des Bayer-Konzerns gegen ein erstes millionenschweres Glyphosat-Urteil abgelehnt. Wie aus aktuellen Gerichtsunterlagen hervorgeht, lehnten die Richter bereits am Mittwoch (Ortszeit) einen entsprechenden Antrag des Agrarchemie- und Pharmakonzerns aus Leverkusen ab. Dabei geht es um den ersten Fall mit dem Krebsopfer Dewayne Johnson.

«Wir sind enttäuscht von der Entscheidung des Gerichts [...] und werden unsere rechtlichen Optionen für eine weitere Überprüfung dieses Falls sondieren», teilte Bayer in einer Stellungnahme mit. Theoretisch könnte der Leverkusener Konzern versuchen, den Fall vor den obersten US-Gerichtshof «Supreme Court» zu bringen. Im Juli hatte ein Berufungsgericht in San Francisco den Schaden- und Strafschadenersatz, den ein Geschworenengericht Johnson im Jahr 2018 zugesprochen hatte, von ursprünglich 289 Millionen auf 20,5 Millionen Dollar (17,2 Mio Euro) gesenkt.