Bayer-Logo und Roundup-Packung, Glyphosat

Bayer legt gegen Johnson-Urteil Berufung ein

Stand: 24.04.2019, 19:48 Uhr

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer geht gegen das erste Urteil in der Glyphosat-Klagewelle in Berufung. Die Bayer-Tochter Monsanto habe mit der Einreichung seines ersten Berufungsschriftsatzes bei einem kalifornischen Gericht beantragt, das Urteil der Geschworenen im Fall Johnson gegen Monsanto aufzuheben und die Klage abzuweisen, wie Bayer am Mittwoch mitteilte. Die vorgelegten Beweise würden den Anforderungen zum Nachweis von Verantwortlichkeit und Kausalität bei weitem nicht entsprechen.

Im Oktober hatte ein US-Gericht ein Urteil gegen Monsanto bestätigt, in dem Glyphosat für die Krebserkrankung des Klägers Dewayne Johnson verantwortlich gemacht wurde. Die Strafsumme wurde aber von zunächst 289 Millionen Dollar auf 78 Millionen verringert. In dem Fall hatte der ehemals als Platzwart an einer kalifornischen Schule tätige Johnson über Jahre glyphosathaltige Produkte eingesetzt und dem Unternehmen vorgeworfen, deswegen an Lymphdrüsenkrebs erkrankt zu sein.