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Covestro-Aktien versilbert Bayer holt weitere Milliarde rein

Stand: 29.09.2017, 07:36 Uhr

Der Pharma- und Agrochemiekonzern Bayer hat erneut Anteile an seiner ehemaligen Kunststoff-Sparte Covestro verkauft. Dadurch ist Bayers Anteil unter eine wichtige Marke gerutscht.

Denn durch den Verkauf von weiteren 6,9 Prozent der Covestro-Aktien hält Bayers nur noch 24,6 Prozent an Bayer. "Damit sind wir unserem Ziel, uns mittelfristig vollständig von Covestro zu trennen, einen großen Schritt nähergekommen", sagte Bayer-Vorstandschef Werner Baumann. Die Bayer-Pensionskasse hält aber darüber hinaus weiter 8,9 Prozent.

Wer die Aktien gekauft hat, ließ Bayer offen. Der Käufer habe sich aber verpflichtet, die erworbenen Papiere bis zum 11. Dezember nicht zu veräußern.

Mit dem Schritt hat der Bayer-Konzern keine so genannte Sperrminorität an Covestro mehr. Damit kann Bayer keine besonders wichtigen Beschlüsse auf der Hauptversammlung mehr verhindern, wie zum Beispiel Änderungen der Unternehmenssatzung. Allerdings hatte Bayer mit Covestro sowieso einen sogenannten Entherrschungsvertrag geschlossen, mit dem Bayer auf die Ausübung bestimmter Stimmrechte auf der Hauptversammlung verzichtet.

Änderungen in der Bilanz

Im Bayer-Bericht zum dritten Quartal 2017 wird Covestro als "nicht fortzuführendes Geschäft" ausgewiesen. Der Ausblick für das Geschäftsjahr soll daher mit dem Zwischenbericht am 26. Oktober aktualisiert werden.

Die Covestro-Aktie regierte auf Tradegate mit einem Kursgewinn von rund einem Prozent. Für das derzeitige MDax-Mitglied verbessern sich durch den Schritt die Chancen für einen Aufstieg in den Dax, da die Marktkapitalisierung der frei handelbaren Aktien (Free Float) deutlich nach oben geht.

ME