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Aktie rutscht ab BASF streicht Jahresprognose

Stand: 09.07.2019, 11:13 Uhr

Hiobsbotschaft aus Ludwigshafen: Der Chemiekonzern senkt wegen der schwächeren Weltkonjunktur die Ziele für das Gesamtjahr. Statt Wachstum rechnet BASF nun mit einem leicht sinkenden Umsatz. Der Dax-Titel knickt heftig ein.

Der Ludwigshafener Chemiekonzern senkt nach einem schwachem zweiten Quartal seinen Ausblick für das Gesamtjahr. BASF erwarte nunmehr einen deutlichen Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (Ebit) von bis zu 30 Prozent, teilte der Dax-Konzern am Montagabend mit. Zuvor war BASF von einem leichten Anstieg von eins bis zehn Prozent ausgegangen.

Kein Wachstum in diesem Jahr

Grund sei die Verlangsamung des weltwirtschaftlichen Wachstums und der Industrieproduktion vor allem infolge der Handelskonflikte. BASF rechne darüber hinaus mit einem leichten Rückgang des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr. Bisher war ein leichtes Umsatzwachstum von einem bis fünf Prozent angepeilt worden.

Nach vorläufigen Zahlen ging der Umsatz im zweiten Quartal um vier Prozent auf 15,2 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte operative Ergebnis betrug im Berichtszeitraum voraussichtlich eine Milliarde Euro und lag damit 47 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals. BASF hatte Ende Juni angekündigt, weltweit 6.000 der 122.000 Stellen streichen zu wollen. Die Hälfte davon entfällt auf Deutschland, vor allem die Verwaltung soll bis Ende 2021 verschlankt werden.

Aktie sackt ab

Im späten Montagshandel sackte die Aktie von BASF um fünf Prozent ab, was der Dax-Titel im Computerhandel am Dienstagmorgen nachvollzog.

Gänzlich überraschend sind die gesenkten Ziele der Ludwigshafener nicht, einige Analysten hatten zuletzt bereits mit einem solchen Schritt gerechnet. Angesichts der vorsichtigen Aussagen des Unternehmens in den vergangenen Wochen hätten die Analysten ihre Schätzungen zuletzt bereits deutlich zurückgeschraubt, hatte Experte Chetan Udeshi von JPMorgan noch am Montag kurz vor der Mitteilung von BASF gesagt.

nb