Basf Ludwigshafen
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Hoffnung auf besseres 2019 BASF: Mehr Dividende trotz Gewinneinbruch

Stand: 26.02.2019, 07:32 Uhr

Der Chemiekonzern hat ein schwaches Jahr 2018 hinter sich, aber geht von neuem Wachstum im laufenden Jahr aus. Die Aktionäre will BASF auch mit einer höheren Ausschüttung bei der Stange halten.

Die Dividende soll für das abgelaufene Jahr um zehn Cent je Aktie auf 3,20 Euro angehoben werden. Ein klares Signal an die Anteilseigner, dass es mit der Ergebnisausbeute wieder aufwärts gehen soll.

Denn das vergangene Jahr hat für eine Dividendenerhöhung nämlich eigentlich keinen Grund geliefert. Nach Steuern verdiente BASF mit 4,7 Milliarden Euro rund 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Erlöse stiegen nur sehr zaghaft. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 62,7 Milliarden Euro.

Rhein-Pegel als Ergebnisbremse

2018 litt das Unternehmen vor allem unter einem deutlich niedrigeren Ergebnis im Geschäft mit Basischemikalien. Dem Chemiekonzern machte auch der niedrige Rhein-Pegel zu schaffen, der das Ergebnis im Gesamtjahr mit rund 250 Millionen Euro belastete. Der Konzern musste deshalb seine TDI-Produktion am Stammsitz Ludwigshafen zeitweilig einstellen. Für zusätzliche Bremsspuren sorgte der Handelsstreit zwischen den USA und China, der zu einer deutlich niedrigeren Nachfrage chinesischer Kunden aus der Autoindustrie führte.

Für das begonnene Geschäftsjahr rechnet Vorstandschef Martin Brudermöller aber mit gleich mehreren Faktoren, die die Zahlen wieder deutlich auf Wachstum trimmen sollen. So sollen die ersten beiden Quartale noch eher verhalten starten. Aufs Gesamtjahr gesehen erwartet der Manager dann aber eine solide Nachfrage sowie erste Beiträge aus dem Sparprogramm. Für die größte Kundengruppe der BASF, die Autoindustrie, erwartet er eine leichte Erholung nach dem Produktionsrückgang im Vorjahr.

Zweistelliges Ebit-Wachstum möglich

In Zahlen bedeutet das: BASF rechnet mit einem leichten Umsatzplus von bis zu fünf Prozent und einem Anstieg des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) von bis zu zehn Prozent. Im vergangenen Jahr war das Ergebnis um 17 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro gesunken.

Die BASF-Aktie reagiert im frühen Dienstagshandel mit leichten Kursgewinnen. Der Titel war in den vergangenen Monaten heftig unter die Räder gekommen, hat sich aber nun von den Tiefs zu Jahresbeginn wieder erholt.

AB