Blick bei Nacht auf das BASF-Werk Ludwigshafen
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Prognose erhöht BASF brummt

Stand: 27.07.2017, 08:44 Uhr

In Ludwigshafen laufen die Werke auf Hochtouren: Die Welt braucht Chemikalien, was BASF im zweiten Quartal einen erneuten Gewinnsprung beschert hat.

Dank der hohen Nachfrage nach Basischemikalien und kräftiger Zuwächse der Öl- und Gassparte verbuchte der weltgrößte Chemiekonzern ein operatives Ergebnis vor Sondereffekten von 2,25 Milliarden Euro, ein Plus von 32 Prozent. Analysten hatten etwas weniger erwartet. Der Jahresüberschuss legte um 37 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro zu. Der Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf 16,3 Milliarden Euro.

Angesichts dieser Zahlen konnte das Management die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr anheben. Für 2017 erwartet BASF nun ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern (Ebit) und Sondereinflüssen (2016: 6,3 Milliarden Euro) von mindestens elf Prozent, bislang waren bis zu zehn Prozent erwartet worden. 2016 hatte dieses Ergebnis bei 6,3 Milliarden Euro gelegen. Der Umsatz soll weiter um mindestens sechs Prozent wachsen.

Der Kurs des Dax-Konzerns stieg im vorbörslichen Handel um rund 0,8 Prozent. "Die positive Nachfrageentwicklung hat sich im zweiten Quartal 2017 fortgesetzt", bilanzierte Vorstandschef Kurt Bock, der schon in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Gewinnsprung hatte verbuchen können.

Kräftige Preiserhöhung durchgesetzt

Nach Angaben von BASF konnten die Preise auch dank gestiegener Rohstoffpreise um sieben Prozent angehoben werden. Der Absatz legte um drei Prozent zu. "Im Vorjahresvergleich konnten wir den Absatz das fünfte Quartal in Folge steigern", sagte Bock. Währungs- und Portfolioeffekte trugen ebenfalls zum Umsatzwachstum bei.

Wegen der guten Wirtschaftsentwicklung im ersten Halbjahr schätzt der Konzern die Rahmenbedingungen für das Gesamtjahr nun besser ein als zuvor. Das Bruttoinlandsprodukt, für das bislang ein Wachstum von 2,3 Prozent erwartet wurde, soll nun um 2,5 Prozent zulegen, für die Industrieproduktion gelten die gleichen Annahmen. Das Wachstum der Chemieproduktion wird unverändert bei 3,4 Prozent gesehen. Beim Ölpreis korrigiert BASF die Erwartungen sogar etwas nach unten: Für die Sorte Brent werden nun im Jahresschnitt 50 Dollar je Barrel erwartet, davor waren es 55 Dollar.

dpa-AFX/la