Basf Ludwigshafen

Zum Verkauf gestellt BASF-Bauchemie heiß begehrt

Stand: 01.07.2019, 08:03 Uhr

Die zum Verkauf stehende Baustoffchemie von BASF stößt offenbar auf reges Interesse in der Branche. Neben US-Firmen soll auch LafargeHolcim an der Sparte interessiert sein.

So berichtet die in dieser Sache stets gut informierte Agentur Bloomberg, dass der französisch-schweizerische Zementhersteller LagargeHolcim ebenfalls ein Auge auf die Bauchchemiesparte von BASF geworfen habe. Der Konzern sei in den Bieterwettbewerb um die Sparte, deren Wert auf rund drei Milliarden Euro veranschlagt werde, eingestiegen.

Zu den potentiellen Interessenten gehören laut Bloomberg auch die Finanzinvestoren Carlyle Group, Bain Capital und Cinven sowie der ebenfalls aus den USA stammende Baustoffhersteller Standard Industries. Im vergangenen Jahr hat das Bauchemiegeschäft von BASF dem Unternehmen laut den Insidern einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro eingebracht, das Ebitda lag bei 245 Millionen Euro. Damit wären die Käufer angeblich bereit, mehr als das Elffache des operativen Ergebnisses von 2018 zu zahlen.

Betriebsergebnis eingebrochen

Gebeutelt von der schwindenden Konjunktur und dem allgemeinen Umbruch in der Chemiebranche, hat BASF im ersten Quartal einen Einbruch seines Betriebsergebnisses um fast ein Viertel verbuchen müssen. Der Konzern drückt deshalb auf die Kostenbremse und will sich von einigen Sparten trennen.

Neben dem Verkauf der Pigmentsparte will sich das Management um Konzernchef Martin Brudermüller bis zum Jahresende auch von der Bauchemie trennen. "Wir werden 2019 als Jahr des Übergangs erfolgreich meistern und uns danach in einer ausgezeichneten Startposition für profitables und nachhaltiges Wachstum befinden", sagte Brudermüller jüngst auf der Hauptversammlung.

Aktie gestützt

Ende April wurde bereits die Fusion der Öl- und Gas-Tochter Wintershall mit dem Hamburger Rivalen DEA abgeschlossen. Der Verkauf der Bauchemie dürfte den massiv unter Druck geratenen Kurs der BASF-Aktie stützen. Nach dem heftigen Absturz seit dem Jahresbeginn ist das Papier auf den Stand von vor drei Jahren zurückgefallen.

lg/dpa