Kurt Bock, Basf

Ob elektrisch oder nicht: Hauptsache Auto BASF setzt auf die Autoindustrie

Stand: 25.03.2018, 13:44 Uhr

Der Chemiekonzern BASF will stark vom Wachstum der Autoindustrie profitieren - mit Produkten für Fahrzeuge mit und ohne Verbrennungsmotor.

"Die Autoindustrie wächst überdurchschnittlich, und wir wollen mit der Autoindustrie wachsen, auch überdurchschnittlich", sagte der scheidende Vorstandschef Kurt Bock den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. Er wies darauf hin, dass BASF-Produkte für den Hauptumsatzbringer des Konzerns von Motorölzusätzen über Kühlflüssigkeit bis zu Kunststoff reichen. "Alle diese Geschäfte wachsen." Zugleich warnte Bock vor der Annahme, Elektroantriebe könnten den Verbrennungsmotor in den nächsten zehn Jahren verdrängen.

Das Ziel: Weniger Pflanzenschutzmittel

Noch nicht absehbar ist für BASF das Ende im Rechtsstreit mit der Europäischen Union um das Pestizid Fipronil, dessen Einsatz die EU zum Schutz von Bienen teils verboten hatte. Bock verteidigte das Mittel, von dem nur bei falscher Handhabung ein Risiko ausgehe. Zum Bienensterben sagte er aber auch: "Es gibt teilweise Einschränkungen der Population, das ist ein Thema, um das wir uns auch kümmern müssen. Das Ziel muss sein, weniger Pflanzenschutzmittel aufzutragen, das ist übrigens ein Ziel seit vielen, vielen Jahren."

Der Betriebswirt, der seit 2011 die BASF leitet, scheidet im Mai aus. Er soll in zwei Jahren an die Spitze des BASF-Aufsichtsrates rücken und dort Jürgen Hambrecht ablösen. Bocks Nachfolger wird der bisherige Stellvertreter, der Chemiker Martin Brudermüller.

dpa

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