Spotify

Anfang April Bald zu kaufen: Spotify-Aktie

Stand: 16.03.2018, 10:14 Uhr

Der weltgrößte Musik-Streaming-Dienst Spotify wird schon in wenigen Wochen an der Börse notiert sein. Dabei ist das Prozedere doch etwas ungewöhnlich.

Der weltgrößte Musikstreaming-Dienst Spotify will am 3. April an die Börse gehen. Das Unternehmen strebt dabei eine Notierung am New Yorker Börse NYSE an. Bei dem geplanten Schritt handelt es sich allerdings eher um eine Direktplatzierung, also quasi einen Börsengang "light", auch Listing genannt. Denn neue Aktien wollen die Schweden nicht ausgeben. Dementsprechend wird es auch keine Preisspanne und Ausgabekurs geben. Vielmehr können die Altaktionäre einfach ihre Anteile an der Börse versilbern. Auch ein Emissionskonsortium wird es nicht geben, auch wenn das Unternehmen sich von Investmentbanken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley beraten lässt.

"Das traditionelle Modell, ein Unternehmen an die Börse zu bringen, passt nicht für uns", sagte Gründer und Chef Daniel Ek auf einem im Internet live übertragenen Investorentag.

71 Millionen Abonnenten

Eine Woche vor dem ersten Handelstag soll es noch einmal einen aktuellen Geschäftsausblick geben, wie das schwedische Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte. Spotify hat nach eigenen Angaben Ende vergangenen Jahres 71 Millionen zahlende Abonnenten und 159 Millionen aktive Nutzer insgesamt.

Spotify steigerte den Umsatz 2017 zwar um fast 39 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Doch der Verlust nahm von 539 Millionen auf 1,24 Milliarden Euro zu. Das geht zwar zu großen Teilen auf den buchhalterischen Effekt einer milliardenschweren Finanzierung aus dem Jahr 2016 zurück. Auch der operative Verlust stieg von 349 auf 378 Millionen Euro. Finanzchef Barry McCarthy stellte am Donnerstag klar, dass für Spotify auch weiterhin das Nutzerwachstum vorerst wichtiger sein werde als Rendite.

Starke Konkurrenz

Das Unternehmen sieht sich in einem stark wachsenden Markt einer immer härteren Konkurrenz gegenüber. So expandieren die drei großen Internet-Player Amazon mit "Amazon Music Unlimited", Apple mit "Apple Music" und Google mit "Google Play Music" in das potenziell lukrativ Geschäft mit dem Musik-Streaming.

ME