Robin-Li-Yanhong, Chairman-und-CEO-Baidu

Ergebnis über Erwartungen Baidu? Eine Maschine zum Geld drucken

Stand: 14.02.2018, 08:53 Uhr

Zweistellige Wachstumsraten sind beim chinesischen Suchmaschinenbetreiber Baidu normal. Doch die jetzt für 2017 vorgelegten Zahlen übertreffen alle Erwartungen.

Danach hat das Unternehmen sein operatives Ergebnis um 56 Prozent auf 2,41 Milliarden Dollar gesteigert. Im vierten Quartal konnte das Ergebnis sogar mehr als verdoppelt werden. Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf 13 Milliarden Dollar. Die operative Marge kletterte von 14 auf jetzt 19 Prozent.

Damit übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen. Auch das Ergebnis je Aktie lag über den Marktschätzungen. Ähnlich wie bei seinem amerikanischer Gegenspieler Google spielen auch bei Baidu die Zugriffe von Mobiltelefonen und Tablets ausgehend eine immer größere Rolle. So seien im vergangenen Jahr Dreiviertel der Umsätze "mobil" generiert worden, im Vergleich zu 63 Prozent im Vorjahr.

Android für Autonomes Fahren

Und dieser Trend dürfte sich auch im laufenden Jahr noch verstärken. So hat Baidu mit verschiedenen chinesischen Banken Partnerschaften vereinbart, um das Bezahlen von Einkäufen mit dem Smartphone zu ermöglichen. Zudem intensiviert Baidu seine Plattform für autonomes Fahren, Apollo. Dazu wurde im Silcon Valley und in Seattle, der Heimatstadt von Microsoft, neue Forschungsbüros aufgebaut.

Baidu hat sich zum Ziel gesetzt, das "Android für die Industrie des autonomen Fahrens“ zu werden. Zum Aufbau von Apollo hat das Unternehmen bereits im April 2016 im Silicon Valley eine eigene Abteilung, die Autonomous Driving Unit (ADU), eröffnet. Baidu will noch in diesem Jahr erste Testfahrten mit selbstfahrenden Autos in Städten durchführen. Dazu hat Baidu Partnerschaften mit 50 verschiedenen Unternehmen geschlossen, darunter auch mit Daimler.

Bis zu 32 Prozent mehr Umsatz

In diesem Jahr wird sich auch der Münchner Halbleiterhersteller Infineon dem Apollo-Programm von Baidu anschließen. Dabei wollen die Münchner ihre Expertise in der Autoelektronik einbringen. Damit wollen beide Firmen die Entwicklung von "intelligenten" Autos vorantreiben.

Derweil dürfte das Wachstum auch im laufenden ersten Quartal ungemindert weitergehen. Baudi erwartet einen Anstieg der Erlöse um 25 bis 32 Prozent. Die Spanne reicht zwischen 3,05 und 3,22 Milliarden Dollar.

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lg

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