Aurubis-Mitarbeiter kontrolliert das aus dem Anodenofen laufende flüssige Kupfer

Aurubis Spartenverkauf droht das Aus

Stand: 10.10.2018, 19:18 Uhr

Europas größter Kupferkonzern Aurubis bangt wegen des Widerstands der EU-Kommission um den Verkauf seiner Sparte für Flachwalzprodukte an den Ulmer Rivalen Wieland-Werke. Die EU fordere mehr Zugeständnisse für die Genehmigung der Übernahme als Wieland zu machen bereit sei, teilte Aurubis am Mittwoch in Hamburg mit Daher sei eine Freigabe für den Verkauf nach aktuellem Stand "wahrscheinlich nicht zu erreichen". Aurubis-Aktien gaben im MDax 3,41 Prozent nach.

Die beiden Konzerne hatten sich im Frühjahr auf den Verkauf der Sparte mit rund 1.900 Mitarbeitern, einem jährlichen Ausstoß von 230.000 Tonnen Kupfer und Kupferlegierungen und einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro geeinigt. Die EU hatte umgehend Bedenken angemeldet und eine vertiefte Prüfung eingeleitet. Der Aurubis-Vorstand hält an der Vereinbarung fest, befasst sich aber bereits mit "startegischen Alternativen".