Aurubis-Schriftzug

Ausblick bestätigt Aurubis verdoppelt Ergebnis

Stand: 11.08.2020, 10:39 Uhr

Bei Europas größten Kupferhersteller laufen die Geschäfte erstaunlich rund, trotz Corona-Delle. Die hat die Aktie aus dem MDax längst überwunden. Und auch am Dienstag geht es weiter bergauf.

Auch wenn die Aktie nur rund ein Prozent nach oben kommt, der Trend steht weiterhin für den MDax-Titel. Mit derzeit rund 60 Euro kratzt die Aktie bereits wieder am Jahreshoch, das nur knapp ein Prozent darüber liegt. Bereits jetzt hat sie den Kursbereich vor Ausbruch der Pandemie (bis circa 57 Euro) klar hinter sich gelassen.

Sondereffekt und gute Auslastung

Am Dienstag hatte das Unternehmen gleich mehrere gute Nachrichten für Anleger und Beobachter parat. Das operative Vorsteuerergebnis (EBT) verdoppelte sich im Zeitraum April bis Juni auf 42 Millionen Euro. Das war mehr als von Analysten erwartet. Dazu hat laut dem Unternehmen eine gute Auslastung der Anlagen zur Kupferproduktion und das robuste Recyclinggeschäft beigetragen. Das Gewinnplus fiel deshalb so hoch aus, weil das Vorjahresquartal durch Sondereffekte belastet war. Auch die Übernahme der Metallo-Gruppe, die im Juni erstmals in die Konzernrechnung einbezogen wurde, half. Metallo ist ein belgisches Metall- und Bergbau-Unternehmen. Der Umsatz bei Aurubis fiel im dritten Geschäftsquartal allerdings um fünf Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro.

Für den Rest des bis Ende September laufenden Geschäftsjahres 2019/20 bleibt Aurubis nach eigenen Angaben verhalten optimistisch. Den schwachen Produktmärkten stehe eine gute Rohstoffversorgung gegenüber, so dass der Konzern Schwächen im Geschäft auch durch die Metallo-Übernahme wettmachen könne. Dazu sollen auch weitere Einsparungen beitragen. An seiner Prognose eines operativen Vorsteuergewinns zwischen 185 und 250 Millionen Euro halte der Vorstand daher fest.

Spartenverkauf auf dem Weg

Auch beim Verkauf der Sparte für Flachwalzprodukte kommt Aurubis im zweiten Anlauf voran. Der Konzern befinde sich in "fortgeschrittenen Verhandlungen" zur Veräußerung des Segments, teilte er in seinem Zwischenbericht mit. Den ursprünglich geplanten Verkauf an die Ulmer Wieland-Werke hatte die EU-Kommission wegen Wettbewerbsbedenken im vergangenen Jahr untersagt. Daraufhin hatte Aurubis angekündigt, einen anderen Käufer zu suchen. Die Sparte Flachwalzprodukte umfasst Werke in den USA, den Niederlanden, Finnland und Deutschland.

AB