Aumann, Drahtlackiertechnik

Schwache Neunmonatszahlen Aumann leidet weiter unter Autokonjunktur

Stand: 14.11.2019, 10:47 Uhr

Aumann galt als einer der Hoffnungsträger in Sachen Elektromobilität - doch die seit Monaten schwächelnde Autokonjunktur macht dem Spezialmaschinenbauer zu schaffen. Auch die jüngsten Zahlen sind wenig erfreulich.

Der Umsatz des westfälischen Unternehmens fiel in den ersten neun Monaten dieses Jahres um gut fünf Prozent auf 207,8 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) brach gegenüber dem Vorjahr um satte 37,6 Prozent auf 14,8 Millionen Euro ein.

E-Mobility wichtiges Segment für Aumann

In den ersten neun Monaten entfielen 43 Prozent des Umsatzes und 44 Prozent des Ebit auf den E-Mobility-Bereich. Somit ist Aumann im Vergleich zu anderen Zulieferern, die auch auf E-Mobility setzen, gut aufgestellt.

Während der Maschinenbauer versucht, in anderen Bereichen zu sparen, "wird die strategische Ausrichtung auf den Bereich E-Mobility forciert". Weiter heißt es: "Aumann sieht sich trotz der aktuellen Marktsituation für den Wandel hin zur Elektromobilität sehr gut positioniert." Das Unternehmen habe sich einen neuen Schlüsselauftrag für einen namhaften Automobilhersteller sichern können, heißt es in einer Mitteilung.

"Weitere konkrete Maßnahmen"

Aumann habe "weitere konkrete Maßnahmen" ergriffen, um mit den derzeitigen Herausforderungen in der Automobilbranche zurechtzukommen. Der Zulieferer will die Kostenstruktur und die Fertigungstiefe verbessern.

Trüber Ausblick für die Zukunft

Um die Ziele zu erreichen, muss sich Aumann strecken: Für 2019 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 240 bis 260 Millionen Euro. Das Ebit soll sich auf 22 Millionen Euro belaufen, könnte aber abhängig von der weiteren Marktentwicklung auf 16 Millionen Euro sinken.

Aktie dreht ins Plus

Die Aumann-Aktie drehte am Donnerstag ins Plus und legte um mehr als vier Prozent zu. Doch langfristig ist die Kursentwicklung eine Enttäuschung: In den vergangenen zwölf Monaten fiel der Kurs um ganze 67 Prozent, von über 40 auf derzeit gut 13 Euro je Aktie.

ms