Pokémon Go von Nintendo

Tech-Riese bei Finanzierungsrunde des Spiele-Entwicklers dabei Samsung mischt bei Pokémon Go mit

Stand: 18.01.2019, 12:04 Uhr

Zusammen mit Nintendo hat das US-Startup Niantic 2016 das Handyspiel Pokémon Go auf den Markt gebracht und damit für einen Kassenschlager gesorgt. Nun steigt auch Elektro-Riese Samsung in das Geschäft ein.

Der Erfinder des Handyspiels Pokémon Go Niantic hat bei Investoren frisches Geld eingesammelt. Die Finanzierungsrunde in Höhe von 245 Millionen Dollar werde vom Kapitalgeber IVP angeführt, teilte das Unternehmen in dieser Woche mit.

Damit schraubt sich die Bewertung des Unternehmens, das sich 2015 von der Alphabet-Tochter Google abgespalten hatte, laut Medienberichten auf vier Milliarden Dollar hoch. Es handele sich um die seltene Möglichkeit, in eine Firma zu investieren, die in einer solchen Phase bereits hochprofitabel sei, sagte IVP-Partner Sandy Miller.

Auch Samsung pumpt Geld dazu

Das dachte sich offenbar auch der koreanische Konzern Samsung. Dieser sei ebenfalls unter den Geldgebern, sagte Niantic-Chef John Hanke in einem Interview des amerikanischen Fernsehsenders CNBC.

Die Kooperation von Samsung solle dazu beitragen, Niantic-Spiele auf neue Geräte zu bringen und sie an 5G anzupassen, den neuen, schnellen Standard für mobiles Internet. Der Tech-Riese ist Marktführer im Smartphone-Wettbewerb, der zuletzt jedoch auch der schwächeren Nachfrage mit einer eingetrübten Gewinnerwartung Tribut zollen musste.

Nun will Samsung also auch den Spielemarkt. Derzeit arbeitet Niantic zusammen mit der Entertainment-Tochter von Warner Bros an einem Harry-Potter-Spiel, das im November erscheinen soll.

Pokémon Go weiter erfolgreich

Pokemon Go-Spiel auf einem Smartphone

Pokemon Go. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Pokémon Go ist seit seinem Start über eine halbe Milliarde Mal heruntergeladen worden und hat über zwei Milliarden Dollar umgesetzt. Die erste Milliarde Dollar wurde schon innerhalb von 302 Tagen erreicht. Die Zwei-Milliarden-Marke wurde nach 811 Tagen überschritten.

Der große Hype ist zwar vorüber. Doch nach wie vor vertreiben sich Millionen Menschen ihre Zeit mit der gespielten Jagd auf die Taschenmonster. Wie die App-Analysten von "Sensor Tower" berichten, geben Spieler weltweit täglich immer noch mehr als 1,7 Millionen Euro in der Augmented-Reality-App aus

Entwickelt wurde das Handyspiel von Niantic, an der Google 30 Prozent und Nintendo zusammen mit Pokémon Co. den Rest der Anteile hält. Von den Umsätzen mit Pokémon Go fließen je 30 Prozent an Niantic, die Pokémon Company und über die In-App-Käufe an Apple sowie Google. Nur zehn Prozent der Erlöse erhält Nintendo. 

tb

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Japanische Spielkarten Hanafuda (Blumenkarten)

Im Jahr 1889 beginnt Fusajiro Yamauchi in Kyoto mit der Herstellung von "Hanafuda" (Blumen-Karten), japanischen Spielkarten. 1902 werden in Japan die ersten Spielkarten nach westlicher Art für den Export produziert.