General Electric-Logo an Hochhaus-Fassade

Wird es bald besser? Auch GE hat ein 737-MAX-Problem

Stand: 30.10.2019, 14:13 Uhr

Neben Boeing leidet auch der angeschlagene Industriekonzern General Electric unter dem Flugverbot des Mittelstreckenjets 737 MAX. Erneut schrieb GE tiefrote Zahlen. Aber es gibt auch Hoffnungszeichen.

Im dritten Quartal fiel im fortgeführten Geschäft ein Verlust von 1,3 Milliarden Dollar an, wie der Siemens-Rivale mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus wegen hoher Sonderlasten sogar enorme 23 Milliarden Dollar betragen. Der Umsatz stagnierte im vergangenen Quartal bei 23,4 Milliarden Dollar. GE ächzt unter hohen Einfuhrschranken, die im Zuge des Zollstreits zwischen den USA und internationalen Handelspartnern verhängt wurden.

Mühlstein Boeing

Zudem sorgt Boeings Krisenflieger 737 MAX für erheblichen Gegenwind, so Konzernchef Larry Culp. GE stellt mit einem Partner die Flugzeugturbinen für die nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegten Maschinen her. Der Konzern sieht Belastungen von 400 Millionen Dollar in jedem Quartal, in dem das Flugzeug am Boden bleiben muss. Und auch die Verzögerung des Ultra-Langstreckenjets 777X lastet auf dem Geschäft von GE.

Die problematische Kraftwerksparte büßte erneut stark an Erlösen ein. Die Sanierung des Kraftwerks-Geschäfts und die Folgen zweier Boeing-Flugzeugabstürze hatten GE bereits im zweiten Quartal wieder in die Verlustzone abrutschen lassen.

Besserung in Sicht

Trotz der Probleme rechnet GE mit Besserung. Im laufenden Jahr soll der freie Cashflow zwei Milliarden Dollar erreichen und damit doppelt so viel wie bisher in Aussicht gestellt.

Am Markt kamen die Zahlen trotzdem gut an, die Aktie legte vorbörslich zunächst um rund sieben Prozent zu. Analysten hatten mit etwas weniger Umsatz gerechnet, zudem fiel der Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr besser als erwartet aus.

ME/dpa/rtr