Warren Buffett

Amazon & Google: leider verschmäht Auch ein Buffett macht mal Fehler

Stand: 07.05.2018, 09:35 Uhr

Offene Worte auf der Aktionärsversammlung von Berkshire Hathaway: Starinvestor Warren Buffett gesteht vor zehntausenden von Besuchern in Omaha eigene Fehler – und warnt erneut eindringlich vor der Kryptowährung Bitcoin.

Ja, er habe Fehler gemacht, lässt der 87-jährige Buffett die gespannt an seinen Lippen klebenden Zuhörer wissen. Was mag das wohl sein, dürften sich zehntausende Besucher auf seiner alljährlichen Aktionärsversammlung, dem sogenannten Woodstock des Kapitalismus, gefragt haben. Er habe nie daran gedacht, in Aktien von Amazon oder Google zu investieren, räumte die Wall-Street-Legende schließlich ein.

Wie CNBC berichtet, habe Buffett gesagt, er habe Amazon von Beginn an beobachtet. Was Bezos geleistet habe, ähnle einem Wunder, so Buffett. Aber wenn er etwas für ein Wunder halte, tendiere er dazu, nicht darauf zu wetten.

Vorsicht vor Bitcoin

Viele Anleger dürften bezüglich Amazon und Google einen ähnlichen Fehler gemacht haben. Aber kein einziger hat ein Vermögen von rund 85 Milliarden Dollar aufgehäuft. Buffett wird also nicht allzu streng mit sich sein und als weiser reifer Mann auch über die nötige Gelassenheit verfügen, mit diesem Fehler leben zu können.

Damit andere Anleger Fehler vermeiden können, warnt das „Orakel von Omaha“ dort auch erneut vor einer Investition in die Digitalwährung Bitcoin. Es werde ein böses Ende mit dem Digitalgeld nehmen, ist sich Buffett sicher.    

Diesmal ein Quartalsverlust

Etwas mehr dürfte Buffett vermutlich stören, dass er mit seiner Investmentfirma im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht ist. Unter dem Strich fiel ein Minus von 1,2 Milliarden Dollar an. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn von 4,1 Milliarden Dollar gegeben.

Der starke Rückgang lag allerdings allein an einer neuen Bilanzierungsmethode, bei der der Marktwert bislang unrealisierter Investments fortlaufend ausgewiesen werden muss. Das operative Ergebnis legte hingegen von 3,6 Milliarden auf 5,3 Milliarden Dollar zu.

Im Vordergrund der Hauptversammlung stehen indes weniger die Zahlen als vielmehr der Starkult um den Börsen-Guru. Zehntausende Aktionäre aus der ganzen Welt pilgern jedes Jahr in dessen Heimatstadt Omaha im US-Bundesstaat Nebraska, um das Wochenende in der Nähe ihres Idols verbringen zu können.

ts/dpa-AFX