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EP sammelt Metro-Anteile ein Auch Ceconomy will Metro loswerden

Stand: 27.08.2018, 17:55 Uhr

Der Elektronikhändler Ceconomy erwägt ebenfalls, den größten Teil seines Anteils am Einzelhändler Metro an die Investmentfirma EP zu verkaufen. Den Anlegern scheint der Plan zu gefallen, vor allem Metro-Titel gehen steil.

Ceconomy führe mit der zum tschechischen Milliardär Daniel Kretínský gehörenden Investmentfirma EP diesbezüglich Gespräche, teilte das Management der im MDax notierten Gesellschaft heute mit. Eine Entscheidung, ob und zu welchen Bedingungen ein Anteilskaufvertrag abgeschlossen werden kann, sei bislang nicht getroffen.

Das Ende einer Ära

Ceconomy ist ebenso wie der Lebensmittelhändler Metro vergangenen Sommer aus der Aufspaltung der früheren Metro Group hervorgegangen. Ceconomy bekam damals ein Aktienpaket von rund zehn Prozent an der Metro mit auf den Weg. Der schwache Kurs der Metro-Aktien hatte der Elektronikhandels-Holding jüngst das Quartal verhagelt.   

In der vergangenen Woche hatte der Familienkonzern Haniel bekannt gegeben, in einem ersten Schritt 7,3 Prozent der Stammaktien der Metro AG an die EP Global Commerce GmbH (EPGC) zu verkaufen. Zudem habe EPGC eine Option auf den Kauf der restlichen 15,2 Prozent der Papiere. „Damit ende eine Ära, sagte ein Händler mit Blick auf die lange Historie zwischen Haniel und Metro. „Für Metro öffnet sich die Tür für neue Chancen“, ergänzt der Marktteilnehmer.

So ähnlich interpretieren das auch die Investoren: Die Titel von Metro legten heute um stattliche 22,2 Prozent zu und führten damit den MDax an. Auch Ceconomy-Anteile, die allein in den vergangenen sechs Monaten um knapp 40 Prozent eingebrochen waren, legten rund vier Prozent zu.

ts