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Atlantia-Chef geht auf Regierung zu

Stand: 24.01.2020, 16:25 Uhr

Der neue Chef des Infrastruktur-Konzerns Atlantia geht im Streit um den Autobahnbetreiber ASPI auf die italienische Regierung zu. Carlo Bertazzo signalisierte am Freitag Verhandlungsbereitschaft im Ringen um die lukrative Konzession für mehr als 3.000 Kilometer Autobahnen und Mautstraßen.

Hintergrund des Streits mit der Regierung ist der Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua vor eineinhalb Jahren, bei dem mehr als 40 Menschen starben. Diese macht Schlampereien der Gesellschaft für den Einsturz verantwortlich.

Bertazzo bekräftigte, ohne die Konzession drohe ASPI die Pleite. Der Autobahnbetreiber steht für ein Drittel des Gewinns von Atlantia. An der Holding ist die Familie Benetton mit rund 30 Prozent beteiligt. Sieben Prozent an dem Autobahnbetreiber gehören dem Münchner Versicherer Allianz.