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Atlantia-Aktien brechen ein

Stand: 13.07.2020, 19:42 Uhr

Die Aktien der Muttergesellschaft des italienischen Autobahnbetreibers, Autostrade per l'Italia (ASPI), sind am Montag unter die Räder gekommen. Atlantia, das 88 Prozent an ASPI kontrolliert und an dem wiederum die Industriellenfamilie Benetton 30 Prozent hält, muss mit dem Verlust der Autobahn-Mautkonzession rechnen. Nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke bei Genua vor zwei Jahren, bei dem 43 Menschen starben, ist ASPI heftig in der Kritik. Auch die Allianz ist an der ASPI beteiligt.

Der parteilose Regierungschef Conte deutete heute erneut an, dass die Entscheidung der Regierung zu Ungunsten von Atlantia ausfallen werde. In einem Interview hatte Conte den jüngsten Kompromissvorschlag von Atlantia als unzureichend und beschämend bezeichnet. Die börsennotierte Holding hatte sich bereiterklärt, über eine Kapitalerhöhung die Mehrheit an Autostrade abzugeben, Zugeständnisse im Volumen von 3,4 Milliarden Euro und milliardenschwere Investitionen in das Autobahnnetz angeboten.