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Turbulenzen in der High Society Asmallworld weiß von nichts

Stand: 27.04.2018, 14:20 Uhr

Der Schweizer Börsenneuling sorgt weiter viel Gesprächsstoff. Denn nun wehrt sich das Unternehmen gegen Vorwürfe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Gestern hatte die BaFin vor Kaufempfehlungen für die Aktie des Unternehmens aus Zürich gewarnt. Man habe Anhaltspunkte, dass im Rahmen der Kaufempfehlungen unrichtige oder irreführende Angaben gemacht beziehungsweise bestehende Interessenskonflikte pflichtwidrig verschwiegen würden. Die Aufsichtsbehörde hat zudem eine Untersuchung wegen des Verdachts der Marktmanipulation eingeleitet. "Die BaFin rät in diesem Zusammenhang allen Anlegern, vor dem Kauf von Aktien dieser Gesellschaft sehr genau zu prüfen, wie seriös die Angaben sind, und sich über die betroffene Gesellschaft auch aus anderen Quellen zu informieren", erklärte sie.

Nun hat sich das Unternehmen, selbst zu Wort gemeldet. Die Warnung der BaFin beziehe sich einzig auf von nicht genannten Dritte verfasste Empfehlungen und in keinster Weise auf Aussagen des Unternehmens.

Ein Dritter fühlte sich dann offenbar doch angesprochen: Die Aktiencheck.de AG aus Bad Marienberg. Asmallworld habe Aktiencheck nicht beauftragt, redaktionelle Beiträge über das Schweizer Unternehmen zu verfassen. Vielmehr habe ein Aktionär von Asmallworld die Erstellung der redaktionellen Beiträge beauftragt.

Aktie schwankt stark

Das soziale Netzwerk im Luxus-Bereich war Ende März an die Schweizer Börse gegangen - ohne frisches Kapital aufzunehmen. Mit der Börsennotiz will die Firma aus Zürich nach eigenen Angaben ihre Bekanntheit steigern und sich Handlungsspielraum etwa für Zukäufe verschaffen.

Die Aktie ist bereits seit Anfang April an den Handelsplätzen Frankfurt und Xetra vom Handel ausgesetzt. In der Schweiz brach das Papier gestern um bis zu 44 Prozent auf 12,40 Schweizer Franken ein. Nach einer deutlichen Erholung notiert es heute bei rund 18 Franken.

ME