Blick auf den Unternehmenssitz der Rhön-Klinikum AG in Bad Neustadt a.d. Saale

Asklepios will Rhön-Klinikum übernehmen

Stand: 28.02.2020, 16:11 Uhr

Die Hamburger Klinikkette Asklepios greift nach dem Rivalen Rhön-Klinikum und will damit das jahrelange Tauziehen um das fränkische Unternehmen beenden. Asklepios stockt seine Beteiligung mit Hilfe von Rhön-Gründer Eugen Münch und seiner Familie auf 41,1 Prozent von 28,7 Prozent auf und bündelt seine Anteile mit dem verbleibenden Aktienpaket Münchs. Zusammen kommen sie damit auf 49 Prozent der Rhön-Anteile. Die übrigen Rhön-Aktionäre sollen ein Übernahmeangebot über 18 Euro je Aktie bekommen - ein Aufschlag von 25 Prozent. Die Rhön-Aktien, die kurz vom Handel ausgesetzt waren, springen um 21 Prozent nach oben.

"Wir bündeln unsere Kräfte mit dem gemeinsamen Ziel, unsere Vision für die Gesundheitsversorgung in Deutschland unter dem Dach der Gruppe Asklepios/Rhön zu verwirklichen", sagte Münch. Die ganze Branche stehe vor Herausforderungen. "Wir müssen jetzt eine Entscheidung treffen, um die Pattsituation im Eigentümerkreis von Rhön aufzulösen."