Aroundtown Properties-Immobilie

Neue Zahlen vorgelegt Aroundtown in Bestform

Stand: 28.08.2019, 09:52 Uhr

Nicht nur die Mieten für Wohnimmobilien steigen, auch für Gewerbeimmobilien haben sich zuletzt deutlich verteuert. Davon profitiert der im MDax notierte Investor Aroundtown aus Luxemburg.

Der auf Gewerbeimmobilien spezialisierte Anbieter Aroundtown hat deshalb am Morgen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Das operative Ergebnis aus dem Vermietgeschäft (FFO I) werde nach mehreren Zukäufen 2019 bei mehr als 490 Millionen Euro liegen, teilte Aroundtown mit.

Bisher lag das Ziel für die branchentypische Kennziffer bei 460 bis 470 Millionen Euro. Das Unternehmen hat in diesem Jahr Büros, Hotels und andere Immobilien für 2,5 Milliarden Euro gekauft. Da Aroundtown das Geld dafür zum Teil mit einer Kapitalerhöhung eingesammelt hat, ändert sich an der Prognose für den FFO I je Aktie (41 bis 42 Cent) jedoch nichts.

Aktie kann nicht profitieren

Im ersten Halbjahr stieg der FFO I um 26 Prozent auf 239,3 Millionen Euro. Das sind 21 Cent je Aktie. Die Mieteinnahmen stiegen auf 359 Millionen Euro - ein plus von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Aktie konnte zunächst nicht von der Anhebung der Prognose profitieren. Das Papier pendelt unverändert seit über einem Jahr um die Marke von 7,40 Euro, nachdem es sich 2017 fast verdoppelt hatte. Die Analysten trauen dem Titel weiteres Kurspotenzial zu. So hat das Analysehaus Jefferies die Einstufung für Aroundtown nach den Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 8,50 Euro belassen.

Analysten sind bullisch

Das Zahlenwerk des Immobilienunternehmens sei wie erwartet solide ausgefallen, schrieb Analyst Thomas Rothäusler in einer Studie. Die Aktie bleibe angesichts der starken geschäftlichen Entwicklung einer der aussichtsreichsten Werte des Sektors.

Auch die Baader Bank empfiehlt das Papier weiter zum Kauf und hält einen Anstieg auf 9,00 Euro je Aktie für möglich. Das erste Halbjahr des Immobilienunternehmens sei stark ausgefallen, schrieb Analyst Andre Remke in einer am Morgen vorliegenden Studie. Die Jahresprognosen habe Aroundtown noch stärker angehoben als gedacht. Zudem würden die Aktien deutlich unter dem von ihm für 2020 erwarteten Nettovermögenswert gehandelt.

lg