Apple Watch Series 4
Audio

Entwicklerkonferenz WWDC Apple Watch bald attraktiver für Android-Nutzer?

Stand: 04.06.2019, 07:06 Uhr

Die Computer-Uhr Apple Watch soll unabhängiger vom iPhone werden und damit auch interessanter für Nutzer konkurrierender Android-Smartphones. Doch am Markt hält sich die Begeisterung darüber in Grenzen.

Bislang machte eine Apple Watch ohne ein iPhone wenig Sinn. So brauchte es ein Smartphone aus dem Hause Apple, um Apps auf die Apple-Smartwatch zu laden. Das soll sich jetzt ändern: Künftig bekommt die Computer-Uhr einen eigenen App Store und auf ihr laufende Anwendungen brauchen keinen Gegenpart auf dem iPhone mehr.

Apple hofft, mit dieser Neuerung größere Kundenschichten anzusprechen, schließlich haben Android-Smartphones einen Marktanteil von 80 Prozent. Wenn die Apple Watch attraktiver für Android-Nutzer wird, könnte das die Erfolgschancen anderer Smartwatch-Anbieter verschlechtern. Schon heute ist die Apple Watch die populärste Smartwatch.

iTunes spaltet sich auf

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC kündigte Apple am Montagabend zahlreiche weitere Neuerungen an. So sollen die iPad-Tablets erstmals ein eigenes Betriebssystem bekommen. Sie können so quasi als vollwertiger PC genutzt werden. Außerdem stellte Apple nach Jahren wieder einen neuen Hochleistungs-Computer der Mac-Pro-Reihe vor, der für professionelle Nutzer mit hohen technischen Ansprüchen gedacht ist.

Apple iPad 3

Das iPad als PC-Ersatz? . | Quelle: Unternehmen

Auf Mac-Computern wird zudem die betagte Multimedia-App iTunes in einzelne Apps für Musik, Podcasts und Videoinhalte aufgeteilt. Mac-Nutzer dürfen künftig auch auf eine verbesserte Programm-Auswahl hoffen. Denn Apple macht es Entwicklern nun deutlich einfacher, iPhone-Apps in Programme für den Mac umzuwandeln.

Aktie im Bärenmarkt

Am Markt sorgten die Ankündigungen von der WWDC indes nicht für große Begeisterungsstürme. Spekulationen über eine Untersuchung des iPhone-Konzerns durch die US-Justiz belasteten die Aktie. Das Apple-Papier verlor an der Nasdaq 1,0 Prozent auf 173,30 Dollar.

B5-Moderator Rigobert Kaiser
Audio

B5 Börse 15.29 Uhr: Apple will mehr Datenschutz

Seit ihrem Hoch im Mai hat sie damit rund 20 Prozent ihres Werts eingebüßt. Die Kursverluste, ausgehend von dem Rekordhoch Ende 2018 bei 233,47 Euro, belaufen sich sogar auf 26 Prozent. Die Apple-Aktie befindet sich damit ganz offiziell im Bärenmarkt.

ag

1/24

Apples Geschichte - alles Jobs oder was? Steve Jobs' Genie-Streiche

 Steve Wozniak (links) und Steve Jobs 1976

1976: Die Gründung
Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne gründeten Apple im April 1976 gemeinsam. Jobs als treibender Verkäufer, Wozniak als Tüftel-Genie und Wayne als Schlichter für die ungleichen Freunde. Allerdings stieg Wayne bereits einige Tage später wieder aus dem Unternehmen aus.