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„Ein solides Comeback“ Apple überzeugt die Börse

Stand: 02.05.2019, 07:22 Uhr

Apple verkauft immer weniger iPhones. Das vergangene Quartal fiel zwar insgesamt besser aus als erwartet, aber auch dieses Problem muss der Tech-Konzern dringend eine überzeugende Antwort finden. Die Investoren haben trotzdem beherzt zugriffen.

Die iPhone-Verkäufe sinken weiter, Apple sieht sich aber inzwischen in der Lage, den Rückgang abzubremsen. Zum Ende des vergangenen Quartals habe sich die Lage deutlich gebessert, sagte Apple-Chef Tim Cook. Der iPhone-Umsatz sank im Jahresvergleich dennoch um 17,3 Prozent auf gut 31 Milliarden US-Dollar (27,7 Mrd Euro). Nach Berechnungen der Analysefirma IDC ging es bei den Stückzahlen mit einem Minus von 30,2 Prozent auf 36,4 Millionen Geräte noch viel steiler bergab. Ein höherer Durchschnittspreis der verkauften iPhones dürfte das Absatzminus aber abgefedert haben.

Das iPhone ist ein Schlüsselprodukt für Apple: Es macht auch nach dem Rückgang immer noch mehr als die Hälfte des Geschäfts aus. Apple nennt zugleich keine Stückzahlen verkaufter Geräte mehr, sondern nur noch den Umsatz. Apple war bereits im Weihnachtsquartal von einem Rückgang der iPhone-Verkäufe vor allem in China getroffen worden. Das hatte Sorgen um die Nachfrage nach den Telefonen ausgelöst.

Solides Comeback

Angesichts insgesamt besser als von Analysten erwartet ausgefallener Zahlen und eines 75 Milliarden Dollar schweren weiteren Aktienrückkaufs legte der Kurs dennoch deutlich zu. "Apples abgelaufenes Quartal war ein solides Zurückkommen im Vergleich zum schwierigen Weihnachtsquartal", urteilte Analyst Matthew Cabral von der schweizerischen Bank Credit Suisse. Sowohl Umsatz als auch Gewinn hätten positiv überrascht. Zwar war der Umsatz im Kerngeschäft mit iPhones im Jahresvergleich weiter gesunken, allerdings weniger als Analysten erwartet hatten.

Der Quartalsumsatz sank im Jahresvergleich zwar um 5 Prozent auf 58 Milliarden Dollar, lag damit aber über den Prognosen der Analysten, die von rund 55 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Auch die Prognose für das laufende Quartal fiel höher aus als von Analysten erwartet. Der Gewinn in dem Ende März abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal fiel im Jahresvergleich um 15,7 Prozent auf 11,56 Milliarden Dollar.

Apple-Chef Tim Cook

Apple-Chef Tim Cook. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Der Rückgang der iPhone-Erlöse im vergangenen Quartal sei komplett auf die Entwicklung in sogenannten Wachstumsmärkten der Schwellen- und Entwicklungsländer zurückzuführen, so Apple. Man steuere mit Preissenkungen und Rückkauf-Angeboten für alte Geräte gegen und das zeige Wirkung.

Auch in China könnte es besser laufen

Das Apple-Geschäft in China schrumpfte im vergangenen Vierteljahr von gut 13 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor auf 10,2 Milliarden Dollar und damit langsamer als im Weihnachtsquartal. Dazu habe auch die Absenkung der Mehrwertsteuer in dem Land von 16 auf 13 Prozent beigetragen, sagte Konzernchef Cook.

Das Service-Geschäft, zu dem unter anderem der Streaming-Dienst Apple Music sowie die Erlöse aus dem App Store und dem Speicherdienst iCloud gehören, wuchs von 9,85 Milliarden auf 11,45 Milliarden Dollar. Apple hat inzwischen 390 Millionen Abo-Kunden in verschiedenen Diensten und will 2020 die Marke von 500 Millionen knacken. Die Dienste werden als ein Weg gesehen, mehr Geld mit bestehenden Kunden zu verdienen.

Mit der Apple Watch und den Ohrhörern AirPods ist Apple außerdem inzwischen der erfolgreichste Hersteller von sogenannten Wearables. Die Sparte mit diesen Geräten steigerte den Umsatz von 3,9 Milliarden auf 5,13 Milliarden Dollar. Bei den Mac-Computern gab es unterdessen einen Rückgang von 5,8 Milliarden auf 5,5 Milliarden Dollar, der dem Konzern zufolge von Engpässen bei Chiplieferungen ausgelöst wurde.

dpa-AFX

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Womit Apple sein Geld verdient Viel mehr als iPhone und iPad

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Apple ist der Gigant unter den weltweit agierenden Technologieunternehmen: Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 265,6 Milliarden Dollar, der Gewinn bei 59,5 Milliarden. Der Löwenanteil kommt dabei immer noch vom iPhone.