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Billionenmarke gerissen Apple so teuer wie nie

Stand: 22.10.2019, 10:11 Uhr

Die Apple-Aktie ist an der New Yorker Börse auf ein neues Rekordhoch geklettert. Befeuert wird das Papier gleich von mehreren Quellen.

An der Nasdaq kletterte die Apple-Aktie in der Spitze um 1,8 Prozent auf 240,99 Dollar und damit auf ein neues Rekordhoch. Zum Börsenschluss blieb ein Aufschlag von 1,73 Prozent auf 240,51 Dollar an der Kurstafel. Damit hat das Papier seit Jahresbeginn um gut 50 Prozent zugelegt und hat erneut die Billionen-Dollar-Marke gerissen.

Befeuert wurde die Aktie gestern von einer positiven Studie der US-Bank Raymond James. Deren Analyst, Christopher Caso, hob sein Kursziel für die Papiere des iPhone-Konzerns von 250 auf 280 Dollar an. Dies ist unter den Analysten, die die Apple-Anteile beobachten, derzeit das höchste Kursziel. Caso gab sich optimistisch mit Blick auf das neue iPhone 11.

5G dürfte iPhone-Verkäufe befeuern

Auch die JPMorgan-Analysten sehen noch viel Kurspotenzial für den iPhone-Hersteller, der sich in letzter Zeit vermehrt auf den Dienstleistungsbereich fokussiert. Das neue Ziel der Experten lautet 265 Dollar.

Sie begründen ihren Optimismus mit der Erwartung leicht steigender iPhone-Verkäufe. "Wir heben unseren Ausblick für die iPhone-Verkäufe leicht an und erwarten, dass die Investorenstimmung gegenüber der Apple-Aktie erheblich steigen wird", schrieb Analyst Samik Chatterjee laut CNBC.

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
237,75
Differenz relativ
+0,27%

Er erwartet, dass die iPhone-Verkäufe in den nächsten zwei Jahren von der 5G-Technologie angekurbelt werden. Apple dürfte im September 2020 das erste 5G-taugliche iPhone auf den Markt bringen. Davon könnten dann bis Jahresende 198 Millionen Einheiten verkauft werden, 2021 würden dann 200 Millionen 5G-fähige iPhones über die Ladentheke gehen - vor allem in den USA.

Neuer Streaming-Dienst startet

Zudem entwickelt sich Apple immer mehr zu einem Dienstleister. Zuletzt machten die Einnahmen aus diesem Geschäft mehr als die Hälfte der Konzernerlöse aus - und lösten damit das iPhone als wichtigste Umsatzquelle ab. Ab November steigt Apple auch mit einem Angebot in den Streaming-Markt ein, das mit einem monatlichen Abopreis von nur 4,99 Dollar deutlich günstiger ist als die Angebote der Konkurrenten Netflix, Amazon Prime Video und Walt Disney.

Als Erfolg erweist sich zudem die Apple-Kreditkarte - zumindest nach Aussage von David Solomon, dem Chef von Goldman Sachs, der Partnerbank von Apple in diesem Geschäft. Der Kreditkarten-Launch sei der "erfolgreichste aller Zeiten" gewesen, freute sich Solomon kürzlich. So befände sich das Interesse der Kunden an der Apple Card auf einem hohen Niveau, die Nachfrage sei stark.

Warten auf die Apple-Kreditkarte

Apple Kreditkarte

Apple Kreditkarte. | Bildquelle: picture alliance / AP Images

Die Apple-Kreditkarte ist seit August dieses Jahres für US-Kunden verfügbar und kann nur über das iPhone beantragt werden. Die Karte ist auch deshalb so attraktiv, weil sie nichts kostet. Zudem bekommen Nutzer bei Begleichung der Rechnung mit der Kreditkarte ein Prozent des Umsatzes gutgeschrieben.

In Deutschland ist die Karte noch nicht verfügbar, soll aber kommen, wie Apple-Chef Tim Cook auf seiner jüngsten Deutschland-Reise Ende September verkündete. Für Apple Pay mussten deutsche Fans über vier Jahre lang warten. Laut Goldman Sachs will Apple "sehr bald" auch in Europa aktiv werden. Da Bankprodukte aber in jedem Land anderen Regulierungen unterliegen, könne es noch etwas dauern, bis Kunden auch hierzulande die aus Titan bestehende Apple-Kreditkarte nutzen können.

lg